Taylor Swift posiert vor den American Music Awards auf dem Roten Teppich. | Bildquelle: AFP

Bekenntnis sorgt für Wirbel Taylor Swift wirbt für Demokraten

Stand: 10.10.2018 09:20 Uhr

Traditionell wählt Taylor Swifts Heimat Tennessee republikanisch. Kurz vor der Kongresswahl wirbt die Sängerin für die Demokraten und bringt damit auch US-Präsident Trump gegen sich auf.

Von Martina Buttler, ARD-Studio Washington

Taylor Swift ist bei der Parteiversammlung der Republikaner aufgetreten und hat viele konservative Fans aus ihrer Zeit in der Countrymusikszene. Einige haben die blonde, weiße Sängerin sogar als "arische Gottheit" bezeichnet. Und weil sie bisher nichts zu ihren politischen Ansichten gesagt hat, haben viele es für ganz selbsterklärend gehalten, dass Swift die Republikaner wählt.

Taylor Swift nimmt einen American Music Award entgegen. | Bildquelle: REUTERS
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Dienstagnacht wurde Taylor Swift mit vier American Music Awards ausgezeichnet, unter anderem als beste Künstlerin. In ihrer Dankesrede rief sie erneut dazu auf, wählen zu gehen.

Alt-Right-Bewegung wittert Verschwörung

Ihr politisches Outing auf Instagram, dass sie bei den Kongresswahlen im November für die Kandidaten der Demokraten stimmen will, hat deshalb eingeschlagen wie eine Bombe. Auch bei Donald Trump, der sagte, er möge "Taylors Musik jetzt 25 Prozent weniger".

Bis Sonntag galt Swift auch als Ikone der Alt-Right-Bewegung. Online überschlugen sich jetzt die Kommentare. Mit ihrem Bekenntnis habe sie viele Fans verloren, schreiben einige entsetzt. Andere glauben an Verschwörungstheorien, dass beispielsweise die Demokraten dahinter stecken. Und die republikanische Partei versucht, sie gleich als abgehobene Multimillionärin abzustempeln, die aus ihrem Elfenbeinturm herabsteigt, um hart arbeitenden Amerikanern zu sagen, wen sie wählen sollen.

Wahlregistrierungen schnellen nach oben

Swift hat 112 Millionen Follower auf Instagram. Dort gibt es auch viele positive Reaktionen für ihr politisches Statement. In weniger als 48 Stunden danach meldeten sich mehr als 160.000 Menschen auf der Seite vote.org, die die Sängerin erwähnt hat, zum Wählen an. Mehr als die Hälfte waren unter 29 Jahre alt. Normalerweise klicken im Schnitt 14.000 Menschen pro Tag auf die Seite. Wer im November wählen will, musste sich bis Dienstag registriert haben.

Entsetzen bei Fans, Kritik von Trump: Taylor Swift bekennt sich zu Demokraten
Martina Buttler, WDR Washington
10.10.2018 08:26 Uhr

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Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 09. Oktober 2018 um 16:48 Uhr.

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