Flammen schlagen aus den Waldgebieten am Rande der südkoreanischen Stadt Goseong in den Nachthimmel. | Bildquelle: dpa

Heftiger Waldbrand Südkorea ruft nationalen Notstand aus

Stand: 05.04.2019 13:40 Uhr

Ein Feuer in der Stadt Goseong in Südkorea hat sich zu einem Waldbrand ausgeweitet, der bereits Hunderte Hektar Land zerstört hat. Die Regierung rief den nationalen Notstand aus - zum ersten Mal seit 2007.

Zum ersten Mal seit mehr als zehn Jahren hat Südkorea den nationalen Notstand ausgerufen. Der Grund ist ein heftiger Waldbrand in der nordöstlichen Provinz Gangwon. Durch das Feuer kam Behördenangaben zufolge mindestens ein Mensch ums Leben, mindestens 35 wurden verletzt.

Ein ausgebranntes Autowrack steht neben einem rußgeschwärzten Haus in der südkoreanischen Stadt Sokcho. | Bildquelle: dpa
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Das Feuer breitete sich bis an die Stadt Sokcho aus - Hunderte Hektar Land wurden durch die Flammen zerstört.

Zehntausende Rettungskräfte und Soldaten im Einsatz

Das Feuer sei am Donnerstagabend in der Stadt Goseong unweit der Grenze zu Nordkorea ausgebrochen, hieß es weiter. Durch starken Wind breiteten sich die Flammen in der Bergregion schnell aus. Bis Freitagmittag brannten rund 500 Hektar Land und 400 Häuser nieder. Knapp 4200 Bewohner der Region wurden in Sicherheit gebracht.

Etwa 10.000 Kräfte der Feuerwehr rückten aus, um das Feuer zu bekämpfen. Unterstützt wurden sie von rund 16.500 Soldaten sowie Hubschraubern des Militärs. Nach Angaben des Provinzgouverneurs Choi Moon Soon konnte der Brand nach mehreren Stunden großteils unter Kontrolle gebracht werden.

Feuerwehrleute versuchen in der südkoreanischen Stadt Sokcho die Ruinen eines durch einen Brand zerstörten Hauses zu löschen. | Bildquelle: dpa
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Zehntausende Feuerwehrleute versuchen, den Waldbrand zu bekämpfen.

Moon reist in Katastrophengebiet

Die südkoreanische Regierung rief wegen des Feuers den nationalen Notstand aus. Zuletzt war das 2007 vorgekommen, als nach der Havarie eines Schiffes vor der Küste des Landes Tausende Tonnen Öl ins Meer gelaufen waren. Durch den Notstand können die betroffenen Orte besondere Unterstützung und Hilfsgüter erhalten und haben das Recht, Zugangsverbote für gefährliche Regionen zu verhängen.

Präsident Moon Jae In reiste bereits in das betroffene Gebiet, um sich einen Überblick über die Schäden zu verschaffen. Er besuchte eine zur Notunterkunft umfunktionierte Grundschule und das zum großen Teil abgebrannte Dorf Jangcheon.

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