Die Weltraumkapsel von SpaceX konnte nicht abheben wegen schlechten Wetters. | AP

Wegen schlechten Wetters Start von "Crew Dragon" abgebrochen

Stand: 27.05.2020 23:21 Uhr

Erstmals seit neun Jahren sollten Astronauten von den USA aus zur Weltraumstation ISS abheben. Doch eine Viertelstunde vor dem Start wurde der Flug der "Crew Dragon"-Raumkapsel gestoppt. Der Grund: schlechtes Wetter.

Der erste Flug einer bemannten US-Raumkapsel zur ISS seit neun Jahren ist wegen schlechter Wetterbedingungen verschoben worden. Rund eine Viertelstunde vor dem geplanten Start wurde der Test vorerst abgesagt, wie die US-Raumfahrtbehörde NASA mitteilte.

Über dem Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida waren dunkle Wolken zu sehen, und es regnete immer wieder leicht. Zudem gab es Sorge wegen Blitzen. Im Vorfeld hatte die NASA eine 60-prozentige Chance auf geeignete Wetterbedingungen gesehen. Weltweit war der Start mit Spannung erwartet worden.

Knapp eine Viertelstunde vor dem Start musste der Flug abgebrochen werden. | AP

Knapp eine Viertelstunde vor dem Start musste der Flug abgebrochen werden. Bild: AP

Trump und Pence extra nach Florida gereist

US-Präsident Donald Trump und Vizepräsident Mike Pence waren nach Florida gereist, um den Start live vor Ort zu verfolgen. Ein nächster Startversuch könnte am Samstag stattfinden. Dann sollen die US-Raumfahrer Robert Behnken und Douglas Hurley erneut versuchen, mit einer "Falcon 9"-Rakete in einer "Crew Dragon"-Raumkapsel zur ISS zu starten. Die Sicherheit der Astronauten sei die oberste Priorität der NASA, kommentierte NASA-Chef Jim Bridenstine per Kurznachrichtendienst Twitter nach der Verschiebung.

Die "Crew Dragon" wurde vom privaten Raumfahrtunternehmen SpaceX von Unternehmer Elon Musk entwickelt. Das Unternehmen hat bislang nur Fracht zur ISS transportiert. Zuletzt waren im Sommer 2011 Astronauten mit der US-Raumfähre "Atlantis" zur ISS geflogen. Danach mottete die US-Raumfahrtbehörde NASA ihre Space-Shuttle-Flotte aus Kostengründen ein und war für Flüge zur ISS seither auf Russland angewiesen.

Über dieses Thema berichtete das ARD-morgenmagazin am 28. Mai 2020 um 06:06 Uhr.