Zusammenarbeit mit Afrika "Die Denkweise muss sich verändern"

Stand: 19.11.2019 22:38 Uhr

Wird die Initiative "Compact with Africa" das Verhältnis zwischen Afrika und dem Westen nachhaltig verbessern? Der kenianische Ökonom James Shikwati äußert im tagesthemen-Gespräch Zweifel.

Der kenianische Ökonom James Shikwati hat im tagesthemen-Interview für ein neues Denken in der Zusammenarbeit zwischen Afrika und westlichen Staaten plädiert. Die G20-Staaten müssten weg von einer Sprache des Helfers zu einer Sprache der gleichberechtigten Partner, sagte er.

James Shikwati, kenianischer Wirtschaftswissenschaftler, zur Initiative "Compact With Africa"
tagesthemen 22:15 Uhr, 19.11.2019

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Viele Unternehmen würden Afrika immer noch als Region betrachten, die Hilfe benötigt und nicht als ein Investitionsgebiet. "Eine der größten Herausforderungen ist, diese Denkweise zu verändern", sagt er. Dies werde auch die entscheidende Herausforderung für die "Compact-with-Africa"-Initiative sein.

Herausforderung für beide Partner

Shikwati begrüßt die Philosophie, die hinter dem "Compact with Africa" stehe, zweifelt allerdings daran, dass die Umsetzung auch die erhoffte Wirkung entfalten kann. Die selben Staaten, die früher die Region kolonialisierten, würden noch heute in diesen Ländern investieren, kritisierte er. Die asiatischen Länder hätten diesen historischen Ballast nicht.

Dazu komme, dass sich besonders in Europa der Charakter der mittelständischen Unternehmen zum Teil stark von afrikanischen mittelständischen Unternehmen unterscheide. "Einer der Herausforderung wird es sein, hier eine Verbindung herzustellen."

Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 19. November 2019 um 22:15 Uhr.

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