Das Wrack des Flugzeugs  | Bildquelle: CANTONAL POLICE OF GRISONS HANDO

Oldtimer-Flugzeug in den Alpen 20 Menschen sterben bei Absturz einer Ju-52

Stand: 05.08.2018 20:31 Uhr

Bei dem Absturz der Junkers Ju-52 des Baujahres 1939 in den Schweizer Alpen am Samstag sind 20 Menschen ums Leben gekommen. Das teilte die Polizei mit. Es hat keine Überlebenden des Unglücks gegeben.

In den Schweizer Alpen ist am Samstagnachmittag ein fast 80 Jahre altes Oldtimer-Flugzeug vom Typ Junkers Ju-52 mit 20 Menschen an Bord abgestürzt. Die Unglücksstelle lag abgelegen in den Bergen Graubündens auf 2500 Metern Höhe. Wie die Polizei am Nachmittag mitteilte, sind dabei alle 20 Insassen ums Leben gekommen. Bei den Opfern handelt es sich um 17 Schweizer und eine dreiköpfige Familie aus Österreich.

Wie ein Sprecher der Schweizer Behörde für Flugunfalluntersuchungen in Flims mitteilte, ist aus dem Trümmerbild zu schließen, dass die Maschine "nahezu senkrecht und mit relativ hoher Geschwindigkeit auf den Boden geprallt ist". Die Ursache dafür sei noch unklar und werde nun untersucht, sagte er. Die Ermittlungen gestalteten sich voraussichtlich komplex: Anders als moderne Flugzeuge habe die historische Maschine vermutlich nicht über einen Flugdatenschreiber verfügt, eine sogenannte Black Box.

Keine Überlebene bei Flugzeugabsturz in der Schweiz
tagesschau 20:00 Uhr, 05.08.2018, Wolfgang Wanner, ARD Genf

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Fremdeinwirkung ist auszuschließen

Nach derzeitigem Informationssstand auszuschließen sei aber eine Kollision mit einem anderen Flugzeug oder einem Hindernis wie einer Stromleitung sowie "Fremdeinwirkung" anderer Art. Klar sei auch, dass das Flugzeug nicht in der Luft auseinanderbrach.

Laut Polizei hatte die Maschine zuvor anscheinend keinen Notruf abgesetzt. Ein Vertreter von Ju-Air betonte, das Flugzeug sei regelmäßig gewartet und in einem technisch einwandfreien Zustand gewesen. Die Piloten seien erfahrene Berufs- und Militärpiloten mit jeweils mehr als 30 Jahren Flugerfahrung gewesen. Ju-Air könne sich das tragische Unglück "noch nicht erklären" und werde die Ermittlungen zur Unfallursache nach Kräften unterstützen. 

Das Wrack des Flugzeugs | Bildquelle: CANTONAL POLICE OF GRISONS HANDO
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Die Betreibergesellschaft Ju-Air betonte, das Flugzeug sei regelmäßig gewartet und in einem technisch einwandfreien Zustand gewesen.

Mehr als 14.000 Passagiere geflogen

Die Maschine hat Platz für 17 Passagiere, zwei Piloten und ein weiteres Besatzungsmitglied. Sie stammte aus dem Jahr 1939. Ju-Air gehört einem Verein von Freunden der schweizerischen Luftwaffe (VFL), der 1981 die drei von der Luftwaffe ausgemusterten Maschinen übernommen hatte.

Sie hat vom Militärflughafen Dübendorf aus - etwa zehn Kilometer nordöstlich von Zürich - seitdem nach eigenen Angaben mehr als 14.000 Passagiere geflogen.

Am Samstag war außerdem bei Hergiswil - rund zehn Kilometer südlich von Luzern am Vierwaldstättersee - ein Flugzeug abgestürzt. Eine vierköpfige Familie aus der Region mit zwei minderjährigen Kindern kam dabei ums Leben, wie die Polizei in Nidwalden berichtete.

Über dieses Thema berichtete Inforadio am 05. August 2018 um 09:07 Uhr.

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