Von der schwedischen Marine verbreitete Amateuraufnahme eine unbekannten schwimmenden Objekts

Untersuchungen zu Unterwasserfahrzeug Schweden sicher: Es war ein U-Boot

Stand: 14.11.2014 12:16 Uhr

Die schwedische Regierung hat nach eigenen Angaben Beweise dafür, dass ein ausländisches U-Boot im Oktober unerlaubt in die Stockholmer Schären eingedrungen ist. "Es steht ganz klar fest, dass eine fremde Macht schwedisches Hoheitsgebiet unter Wasser verletzt hat", sagte der Oberbefehlshaber der Streitkräfte, Sverker Göranson.

"Ein kleineres U-Boot" habe sich ohne Zweifel in schwedischen Gewässern aufgehalten. "Wir können alle anderen Erklärungen ausschließen", sagte Göranson. Die Untersuchungen hätten aber keine Hinweise auf die Nationalität des mysteriösen Unterwasserobjekts ergeben.

Nach Informationen des ARD-Hörfunkstudios Stockholm berufen sich Schwedens Streitkräfte bei ihren Untersuchungsergebnissen unter anderem auf ein von einer Privatperson in den Stockholmer Schären aufgenommenes Foto. Die Analyse des Bildes habe bestätigt, dass es sich bei dem Schaum an der Wasseroberfläche um den Effekt des Ventils eines auf- oder abtauchenden U-Bootes handelt. Außerdem hätten die Sonarbilder eines schwedischen Marineschiffes die Spur eines Unterwasserfahrzeuges am Meeresgrund aufgezeichnet.

Regierungschef Löfven: "Vollständig inakzeptabel"

Schwedens Regierungschef Stefan Löfven nannte den Vorfall "vollständig inakzeptabel". Er verlangte, "dass Schwedens Grenzen geachtet werden". Das Eindringen habe eine Bedrohung für die Sicherheit des Landes sichtbar gemacht. Ab dem nächsten Jahr will die neue Regierung aus Sozialdemokraten und Grünen die Ausgaben für die Verteidigung erhöhen.

Schweden hatte nach Hinweisen aus der Bevölkerung eine Woche lang nach einem U-Boot gefahndet. Schwedische Medien hatten gemutmaßt, dass es sich um ein russisches Fahrzeug handelte. Die Russen hatten das dementiert. Am 24. Oktober war die Suche abgebrochen worden.

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