Brennendes Containerschiff "Grande America" | Bildquelle: dpa

Havarie in der Biskaya Zwei Ölteppiche vor französischer Küste

Stand: 14.03.2019 18:10 Uhr

Kurz vor den Osterferien könnte es Strände in La Rochelle, Biarritz und der Vendée treffen: Nach dem Untergang eines Containerschiffs vor Frankreichs Westküste haben sich zwei große Ölteppiche gebildet.

Nach dem Untergang des Containerschiffs "Grande America" in der Biskaya treiben mittlerweile zwei Ölteppiche auf die französische Küste zu. Der neu entdeckte Ölteppich sei neun Kilometer lang und sieben Kilometer breit und rund 20 Kilometer entfernt vom ersten entdeckt worden, teilte ein Sprecher der Meerespräfektur in Brest mit. Zuvor war von nur einem Teppich die Rede. Die Angaben über seine Länge wurden auf 13 Kilometer nach oben korrigiert.

Ölteppiche von havariertem Containerschiff bedrohen französische Atlantikküste
tagesschau 20:00 Uhr, 14.03.2019, Matthias Werth, ARD Paris

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Spezialschiffe und Aufklärungsflugzeuge im Einsatz

"Wir sind mit einer Ölverschmutzung konfrontiert, die früher oder später unsere Küsten erreichen wird", sagte Frankreichs Umweltminister François de Rugy dem Sender Public Sénat. Er befürchtet, dass das bereits am Sonntag oder Montag der Fall sein könnte. Die Behörden täten alles, "um das Ausmaß der Verschmutzung an unseren Küsten zu verringern", sagte de Rugy dem Fernsehsender BFM-TV.

Nach Angaben des Umweltministers werden Spezialschiffe zur Bekämpfung der Meeresverschmutzung eingesetzt. "Wenn wir es (das Schweröl) auf dem Meer abpumpen können, werden wir es machen." Das Öl stammt demnach aus den Treibstofftanks des Frachters. Zudem könnten schwimmende Absperrungen zum Einsatz kommen, die Schmutz von der Küste fernhalten sollen. Zunächst sollen zwei Aufklärungsflugzeuge feststellen, ob sich die Ölteppiche weiter ausbreiten. Die Wetterbedingungen seien schwierig, in der Biskaya fege ein starker Westwind, es herrsche hoher Wellengang.

Nach den Worten des Ministers droht aber keine Ölpest wie nach dem Untergang des Tankers "Erika" vor der bretonischen Küste 1999. Die "Grande America" hatte nach Angaben der Behörden rund 2200 Tonnen Schweröl geladen - bei der Havarie der "Erika" liefen rund 17.000 Tonnen Öl ins Meer, also fast achtmal so viel.

Touristenhochburgen bedroht

Nach Einschätzung von Umweltminister de Rugy ist an der französischen Atlantikküste vor allem die Region das Département Charente-Maritime mit der Hafenstadt La Rochelle gefährdet sowie das Département Gironde, in dessen Mitte Bordeaux liegt. Er schloss nicht aus, dass das Öl auch an die spanische Biskaya-Küste gelangen könnte. Wenige Wochen vor den Osterferien fürchten die Behörden eine Ölverschmutzung an den beliebten Stränden besonders.

Der aus Hamburg kommende und unter italienischer Flagge fahrende Frachter war am Dienstag in Brand geraten und rund 330 Kilometer vor der französischen Küste gesunken. Der Inhalt von 45 Schiffscontainern wird von den Behörden als gefährlich eingestuft. Auf dem 214 Meter langen Schiff waren rund 2000 Fahrzeuge.

Nach Angaben der Präfektur waren 27 Menschen an Bord des Schiffes, sie wurden von einem britischen Kriegsschiff gerettet. Die "Grande America" war auf dem Weg nach Casablanca in Marokko.

Nach Untergang des Frachters Grande America - Frankreich fürchtet Ölpest
Sabine Wachs, ARD Paris
14.03.2019 11:14 Uhr

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Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 14. März 2019 um 13:24 Uhr.

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