Kundgebung in Washington beim March for our lives | Bildquelle: AFP

Streit über US-Waffengesetze Erste-Hilfe-Kurs statt Demo?

Stand: 26.03.2018 08:56 Uhr

Nach der Großdemonstration für mehr Waffenkontrolle hat ein republikanischer Politiker mit seinem Rat an die demonstrierenden Schüler für Empörung gesorgt: Anstatt um Gesetze zu bitten, sollten sie lieber Erste Hilfe lernen.

Mit einem umstrittenen Rat an junge Befürworter eines strengeren Waffenrechts in den USA hat sich Ex-Präsidentschaftskandidat Rick Santorum in die Debatte eingeschaltet. Anstatt schärfere Waffengesetze zu fordern, sollten die Schüler sich lieber in Wiederbelebungsmaßnahmen für Opfer schulen lassen, sagte der Republikaner in der CNN-Sendung "State of the Union".

Schüler könnten sich auch gegen Mobbing in ihren Gemeinden engagieren oder versuchen, selbst mit einem gewaltbereiten Schützen fertig zu werden, statt Abgeordnete um Gesetze zu ihrem Schutz zu bitten.

Rick Santorum | Bildquelle: AP
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Im Fernsehsender CNN attackierte Republikaner Rick Santorum die Schüler, die für schärfe Waffengesetze demonstrieren.

Hunderttausende für mehr Waffenkontrolle

Am Vortag hatten Hunderttausende Teenager und ihre Unterstützer in Washington und anderen Städten für mehr Waffenkontrolle demonstriert.

Angeführt wurden die Kundgebungen von Überlebenden des Massakers mit 17 Toten an der Marjory Stoneman Douglas High School in Parkland in Florida.

"Wie kann ich als Einzelner mit diesem Problem umgehen?"

"Sie wurden aktiv, um andere zu bitten, ein Gesetz zu verabschieden", ergänzte der frühere Senator von Pennsylvania mit Blick auf die Protestler. "Sie wurden aber nicht aktiv in der Frage: 'Wie kann ich als Einzelner mit diesem Problem umgehen?'"

Santorum bewarb sich 2012 und 2016 erfolglos um die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner.

Über dieses Thema berichtete Inforadio am 26. März 2018 um 06:27 Uhr.

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