Soziale Medien Facebook Twitter und YouTube | Bildquelle: dpa

Russische Medienaufsicht Verfahren gegen Facebook und Twitter

Stand: 21.01.2019 14:12 Uhr

Das Netzwerk LinkedIn wird in Russland seit 2016 blockiert, der Stopp der Messenger-App Telegram führte zu Protesten. Jetzt will die russische Medienaufsicht auch gegen Facebook und Twitter vorgehen.

Bereits seit längerem kritisieren russische Behörden die Datenspeicherung von Facebook und Twitter. Die Medienaufsicht verlangt, die Daten russischer Bürger müssten auch in Russland gespeichert werden. Beide Konzerne hätten ein entsprechendes Gesetz aus dem Jahr 2014 immer noch nicht umgesetzt. Nun leitet die Medienaufsicht Roskomnadsor ein Verfahren gegen die Netzwerke ein.

Demo in Moskau gegen die Sperrung von Chatdienst Telegram | Bildquelle: REUTERS
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Im vergangenen Jahr protestierten Tausende in Russland gegen die Blockade der Messenger-App-Telegram.

Kritiker befürchten, Nutzer von Facebook und Twitter könnten in Gefahr geraten, wenn ihre Daten in Russland abgespeichert würden. Denn dann hätten möglicherweise auch Geheimdienste Zugriff darauf. Oppositionsvertreter werfen der Regierung vor, damit das wichtigste Forum für politische Debatten und für das Organisieren von Protesten zum Schweigen bringen zu wollen.

Aus für LinkedIn, Proteste für Telegram

Das Netzwerk LinkedIn wird bereits seit 2016 von russischen Providern blockiert, nachdem die Medienaufsicht Verstöße gegen das Datenspeicherungsgesetz geltend gemacht hatte.

Nachdem die Behörden versuchten, die beliebte Messenger-App Telegram zu blockieren, gingen im vergangenen Jahr Tausende Menschen für Freiheit im Netz auf die Straße.

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