Christiano Ronaldo im Juve-Trikot | Bildquelle: AFP

Vergewaltigungsvorwurf Ronaldo wird nicht angeklagt

Stand: 22.07.2019 22:17 Uhr

Cristiano Ronaldo wird nicht wegen Vergewaltigungsvorwürfen angeklagt. Das teilte die Staatsanwaltschaft im US-Bundesstaat Nevada mit. Eine US-Bürgerin hatte dem Fußballstar vorgeworfen, sie 2009 vergewaltigt zu haben.

Die Staatsanwaltschaft des Clark County im US-Bundestaat Nevada verzichtet auf eine Anklage des portugiesischen Fußballstar Cristiano Ronaldo wegen Vergewaltigung. Nach Durchsicht neuer Polizeiermittlungen sei er zu dem Schluss gekommen, dass die Vorwürfe eines sexuellen Übergriffs vor rund zehn Jahren nicht über jeden vernünftigen Zweifel hinaus bewiesen werden könnten, sagte Staatsanwalt Steve Wolfson. Deswegen werde der Fall nicht weiter strafrechtlich verfolgt.

Eine US-Bürgerin hatte Ronaldo vorgeworfen, sie 2009 in Las Vegas vergewaltigt zu haben. Ronaldo weist das zurück.

Nach Darstellung der Frau lernte der damals 24 Jahre alte Fußballer sie in einem Nachtclub in Las Vegas kennen. Er lud sie demnach in seine Hotel-Suite ein und vergewaltigte sie, heißt es in der Klageschrift. Danach habe er sich entschuldigt und erklärt, er sei "normalerweise ein Gentleman".

Schweigegeld bezahlt?

Die Ermittlungen wurden im gleichen Jahr eingestellt, nachdem die Frau sich geweigert hatte, den Namen ihres mutmaßlichen Vergewaltigers zu nennen. Im August 2018 wurden die Ermittlungen auf ihren Antrag hin wieder aufgenommen. Die Frau reichte eine zivilrechtliche Klage ein. Sie behauptete, ihr seien 375.000 Dollar gegeben worden, um das Verbrechen geheimzuhalten.

Ronaldos Anwalt Peter Christiansen erklärte, der Sex zwischen seinem Mandanten und der Frau sei einvernehmlich gewesen.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 23. Juli 2019 um 22:50 Uhr.

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