Kim Jong Un, Machthaber von Nordkorea, und Donald Trump, Präsident der USA, machen während ihres Treffens einen Spaziergang. | Bildquelle: dpa

Reaktionen auf Trump-Kim-Treffen Enttäuschung, aber auch Hoffnung

Stand: 28.02.2019 12:47 Uhr

Nach dem Abbruch der Gespräche von US-Präsident Trump und dem nordkoreanischen Machthaber Kim äußern Politiker weltweit Bedauern. Sowohl Südkorea als auch Deutschland hoffen aber auf eine Fortsetzung.

Bundesaußenminister Heiko Maas hat den Ausgang des Gipfels zwischen US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un, der ohne Einigung zu Ende ging, bedauert. Das Treffen scheine "nicht so gut gelaufen zu sein, das bedauern wir sehr", sagte Maas im gemeinsamen Morgenmagazin von ARD und ZDF.

Wenn es gelungen wäre, Nordkorea dazu zu veranlassen, sein Atomprogramm zu beenden und seine Atomwaffen zu verschrotten, wäre die Welt ein großes Stück sicherer geworden, sagte Maas. Wenn es nun so sein sollte, dass es beim Thema Denuklearisierung Nordkoreas kein Ergebnis gegeben habe, sei das "sicherlich eine schlechte Nachricht für die Welt".

Deutschland war skeptisch

Angesichts fehlender Fortschritte seit dem ersten Gipfel zwischen Trump und Kim sei die deutsche Seite aber bereits im Vorfeld "tatsächlich skeptisch" gewesen, sagte Maas. Grundsätzlich müsse aber auch anerkannt werden, dass es diese Gespräche gegeben habe.

Unabhängig vom Ergebnis sollten derartige Treffen fortgeführt werden. Ziel sei es, dass Nordkorea seine Atomwaffen verschrotte. Wenn die jüngsten Gespräche in Hanoi dazu "auch nur einen Schritt beigetragen haben, wird man irgendwann darauf aufbauen können", fügte der Bundesaußenminister hinzu.

Südkoreaner verfolgen auf einem Fernseher das Gespräch zwischen Trump und Kim in Hanoi | Bildquelle: AP
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Südkoreaner verfolgen die Pressekonferenz von US-Präsident Trump nach dem Gespräch mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim.

Südkorea ist enttäuscht

Auch Südkorea reagierte auf den Ausgang des Gipfels enttäuscht. Das Büro des südkoreanischen Präsidenten Moon Jae In äußerte sich aber auch zuversichtlich, dass beide Länder ihren Dialog fortsetzen würden. Trumps Entschlossenheit zum Dialog erhelle die Aussicht für den nächsten Gipfel, hieß es.

Es sei bedauerlich, dass Trump und Kim "keine vollständige Einigung beim heutigen Gipfel" erzielt hätten, sagte ein Sprecher Moons. Trotzdem scheine es klar, dass sie bedeutendere Fortschritte erzielten als jemals zuvor. Beide Seiten hätten längere Gespräche geführt und dadurch das gegenseitige Verständnis verbessert, so der Sprecher. Von dem Gipfel in Hanoi hatte Seoul sich auch entscheidende Impulse für die innerkoreanische Zusammenarbeit erhofft.

China: "Auf halbem Weg treffen"

Aus China heißt es, die USA und Nordkorea müssten sich "auf halbem Weg treffen", nachdem sich die beiden Staats- und Regierungschefs nicht einigen konnten. Der Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Lu Kang, sagte, dass die Situation auf der koreanischen Halbinsel im vergangenen Jahr eine bedeutende Wende erfahren habe, es sei ein "hart gewonnenes Ergebnis", das es wert sei, geschätzt zu werden.

Kreml: "Kleine Schritte fehlten"

Russland glaubt, die Gespräche seien gescheitert, weil sich die Parteien nicht bereit zeigten, Kompromisse einzugehen und Zugeständnisse zu machen. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow sagte, Moskau glaube, dass die Verhandlungen nicht vollständig zusammengebrochen seien. Er beklage jedoch den Mangel an "kleinen Schritten" und Flexibilität. Diese hätten dazu beitragen können, einige Fortschritte zu erzielen. Das nordkoreanische Nuklearprogramm sei ein kompliziertes Problem, das "nicht auf einmal zu lösen" sei.

Sandra Ratzow, ARD Tokio zzt. Hanoi, über die Gründe des Scheiterns
mittagsmagazin 13:00 Uhr, 28.02.2019

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 28. Februar 2019 um 12:00 Uhr.

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