Ein Lkw steht vor dem Postverteilzentrum in Opa Locka, Florida | Bildquelle: AFP

Mutmaßliche Paketbomben US-Behörden nehmen Verdächtigen fest

Stand: 26.10.2018 21:33 Uhr

Die US-Behörden haben im Fall der versandten Rohrbomben einen Verdächtigen festgenommen. Die Justizbehörden sind sicher, den Täter gefasst zu haben, und haben Anklage erhoben.

Die US-Behörden haben einen Verdächtigen festgenommen, der Rohrbomben in Verbindung an Gegner von US-Präsident Donald Trump verschickt haben soll. Das hat eine Sprecherin des US-Justizministeriums mitgeteilt.

Mutmaßlicher Briefbomber in den USA gefasst
tagesthemen 21:44 Uhr, 26.10.2018, Jan Philipp Burgard, ARD Washington

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Fünf Anklagepunkte

Wie das Ministerium auf Twitter schrieb, erfolgte der Zugriff im Großraum Miami im Bundesstaat Florida. Die Behörden zeigten sich optimistisch, den Drahtzieher der Briefbombenserie gefasst zu haben. FBI-Chef Christopher Wray sagte, Fingerabdrücke des Festgenommenen seien auf einem der versandten Päckchen an eine Kongressabgeordnete gefunden worden.

Er warnte, es könnten noch weitere Päckchen unterwegs sein, die wie die sichergestellten Sendungen "potenziell explosives Material" enthalten könnten. "Wir sind noch nicht aus dem Schneider", sagte Wray.

Am Abend wurde offiziell Anklage gegen den Verdächtigen erhoben. Justizminister Jeff Sessions gab bekannt, der 56-Jährige müsse sich unter anderem wegen des illegalen Versands von Sprengstoff sowie Drohungen gegen frühere Präsidenten verantworten. Insgesamt gebe es fünf Anklagepunkte. Sollte er für schuldig befunden werden, drohen ihm den Angaben zufolge 58 Jahre im Gefängnis.

Trump will Täter mit voller Härte verfolgen

Trump verurteilte die Taten als "abscheulich". Diese hätten keinen Platz in den USA, sagte er auf dem Treffen junger schwarzer Konservativer. "Wir dürfen niemals zulassen, dass politische Gewalt in Amerika Wurzeln schlägt." Der oder die Täter würden mit aller Kraft des Gesetzes zur Rechenschaft gezogen. Das Land müsse nun vereint zusammenstehen.

Verena Bünten, ARD Washington, über die Hintergründe der Festnahme
tagesschau24 18:00 Uhr, 26.10.2018

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New Yorks Gouverneur geht von Einzeltäter aus

Nach Einschätzung von Now Yorks Gouverneur Andrew Cuomo handelte der mutmaßliche Täter allein. "Eine Einzelperson kann eine Gesellschaft vergleichsweise leicht stören", sagte er dem TV-Sender MSNBC. Anleitungen zum Bau von Bomben gebe es im Internet, und auch die benötigten Sprengstoffe seien recht leicht zu beschaffen. Die Bomben seien keine Fälschungen, sie seien aber auch nicht "besonders anspruchsvoll" gebaut, sagte Cuomo.

Es sei unklar, ob absichtlich niemand verletzt wurde oder ob hier ein Amateur zugange war. "Ich wäre nicht überrascht, wenn es weitere Päckchen gibt", sagte Cuomo. Die Ermittlungen seien "sehr schwierig" gewesen. Die Postdienste müssten Sendungen künftig genauer durchleuchten.

Den Täter bezeichnete Cuomo als "Symptom, nicht die Krankheit". An der Stimmung in den USA und der gespaltenen Gesellschaft seien politische Führer samt Präsident Trump schuld, aber auch die Amerikaner selbst. "Wenn wir diesen Politikwahn, diese Glut, den Groll oder Hass nicht stoppen, werden wir ihn wieder erleben." Die Amerikaner hätten gelernt, sensibler mit sexuellen Übergriffen und Rassismus umzugehen, dasselbe müsse nun auf politischer Ebene geschehen.

Ex-US-Geheimdienstdirektor James Clapper | Bildquelle: REUTERS
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Zuletzt wurden Pakete an Ex-Geheimdienstdirektor Clapper...

Der demokratische US-Senator Cory Booker | Bildquelle: REUTERS
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...und den demokratischen Senator Booker abgefangen worden.

Spurensuche in Florida

Zuvor hatte das FBI bestätigt, dass es einen Umschlag mit einer Rohrbombe oder einer Attrappe bei ihrer Durchsuchung im Paketzentrum der Post in Florida sicherstellen konnte. Die Sendung war an Senator Cory Booker von den Demokraten gerichtet.

Die Ermittler hatten sich auf das Logistikzentrum nördlich der Stadt Miami konzentriert. Die verdächtigen Päckchen hatten als falschen Absender den Namen der oppositionellen Kongressabgeordneten Debbie Wasserman Schultz aus Florida getragen.

Zwölf Päckchen seit Montag

Insgesamt stellten die Behörden seit Montag zwölf Päckchen sicher. Zumindest in einigen davon befanden sich Plastikrohre mit Schwarzpulver und Zünder. Das FBI ging zunächst davon aus, dass sie hätten explodieren können.

Am Morgen war ein weiteres verdächtiges Päckchen in New York entdeckt worden. Es war an den Nachrichtensender CNN adressiert und sollte an James Clapper gehen. Der Ex-Geheimdienstchef arbeitet mittlerweile als politischer Analyst für den Fernsehkanal.

Clapper sagte, er sei erleichtert, dass die Sendung rechtzeitig entdeckt worden ist. "Mich überrascht das nicht", sagte Clapper. "Aber ich bin erleichtert, denn ich bin nicht daheim und unsere Nachbarn leeren gerade den Briefkasten. Und ich hatte mir schon Sorgen gemacht. Das ist Terrorismus aus dem Inland."

Ein Polizeiwagen steht vor dem Wohnhaus der Clintons | Bildquelle: AP
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Verdächtige Pakete gingen auch an die Adressen von Ex-US-Außenministerin Clinton...

Polizisten stehen vor dem Haus der Obamas | Bildquelle: AP
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...und Ex-Präsident Obama. Keine der mutmaßlichen Bomben explodierte.

Ziele: Kritiker der Trump-Administration

Alle Sendungen gingen an Politiker und Prominente die öffentlich die Trump-Administration kritisiert haben, unter anderem an den früheren Präsidenten Barack Obama, Ex-Vizepräsident Joe Biden, die ehemalige Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton sowie Schauspieler Robert de Niro.

Zunächst hatte sich Trump auf Twitter über "dieses 'Bomben'-Zeug" beklagt, das die Aufmerksamkeit der Republikaner von den anstehenden Kongresswahlen ablenke.

Senator Mark Warner von den Demokraten kritisierte daraufhin den Präsidenten. Trump denke, alles drehe sich um ihn, sagte er. "Und ich habe immer gehofft, dass Abgeordnete der Republikaner beim nächsten Skandal intervenieren. Aber jetzt gab der Präsident den Medien die Schuld, statt das FBI zu unterstützen, um den Fall zu lösen."

Einige Anhänger von Trump stellen die gesamte Berichterstattung über die verdächtigen Umschläge in Frage. Sie halten die Meldungen für Fake News.

Mutmaßliche Paketbomben: FBI nimmt Verdächtigen fest
Torsten Teichmann, ARD Washington
26.10.2018 18:06 Uhr

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Mit Informationen von Torsten Teichmann, ARD-Studio Washington

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 26. Oktober 2018 um 17:00 Uhr.

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