Ein Polizist überwacht einen abgesperrten Bereich in Salisbury. | Bildquelle: AP

Nach Vergiftung Nowitschok-Opfer bei Bewusstsein

Stand: 10.07.2018 19:02 Uhr

Der durch Nowitschok vergiftete Brite wird weiter von Spezialisten behandelt. Aus dem Krankenhaus kommen positive Nachrichten. Der 45-Jährige soll wieder bei Bewusstsein sein - sein Zustand bleibt aber kritisch.

Der mit Nowitschok vergiftete britische Mann ist wieder bei Bewusstsein. Sein Zustand sei weiter kritisch, aber stabil, teilte das Krankenhaus mit. "Das sind gute Nachrichten, er ist aber noch nicht über den Berg." Der 45-Jährige muss weiter rund um die Uhr von Spezialisten versorgt werden.

Vermutlich Behälter berührt

Der Mann und seine 44 Jahre alte Frau waren Ende Juni mit Vergiftungserscheinungen in Amesbury gefunden worden. Die Frau starb am Sonntagabend im Salisbury District Hospital. Die Polizei geht davon aus, dass die beiden einen Behälter mit dem Nervengift berührt haben.

Die Dosis des Kampfstoffes sei sehr hoch gewesen, teilte Scotland Yard mit. Untersucht wird, ob es Verbindungen zum Fall Skripal gibt. Unweit von Amesbury, in Salisbury, waren der russische Ex-Spion Sergej Skripal (67) und seine Tochter Julia (33) im März infolge eines Anschlags ebenfalls mit dem Nervengift in Kontakt gekommen. London hatte Moskau dafür verantwortlich gemacht. Russland bestreitet jegliche Verstrickung.

Warnung vor unbekannten Gegenständen

Die britische Regierung warnte davor, in der Gegend unbekannte Gegenstände aufzuheben. Das gelte besonders für Behälter, die eine Flüssigkeit oder ein Gel enthalten könnten, teilte die Gesundheitsbeauftragte Sally Davies mit: "Heben Sie keine Behälter, Spritzen, Nadeln, Kosmetika oder ähnliche Dinge aus Materialen wie Metall, Plastik oder Glas auf." Insgesamt bleibe die Gefahr für die Öffentlichkeit aber gering.

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