Bewohner in Sanski Most versuchen, durch eine überflutete Straße zu fahren.  | Bildquelle: dpa

Bosnien und Kroatien Notstand nach Überschwemmungen

Stand: 15.05.2019 09:58 Uhr

Seit Tagen regnet es in Bosnien. Die Folge: massive Überschwemmungen. Nun haben mehrere Städte den Notstand verhängt und eine Evakuierung angeordnet. Auch in Kroatien ist die Lage kritisch.

Wegen Überschwemmungen infolge heftiger Regenfälle haben mehrere Städte in Bosnien den Notstand ausgerufen und die Evakuierung von vom Hochwasser bedrohten Gebieten angeordnet. Der seit Sonntag andauernde Regen verursachte vor allem im Norden des kleinen Balkanlandes Überschwemmungen. In den Regionen rund um Prijedor, Banja Luka, Bihac und Doboj traten nach Behördenangaben Flüsse über die Ufer und überfluteten mehrere hundert Häuser sowie Hunderte Hektar landwirtschaftliche Flächen.

Überschwemmungen in Kroatien
tagesschau 09:00 Uhr, 15.05.2019

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Straßen unbefahrbar

Mehrere Straßen in der Region waren wegen Hochwassers oder Erdrutschen unbefahrbar. Die Strom- und Wasserversorgung wurde unterbrochen. Einige Schulen sagten den Unterricht ab. In der nordbosnischen Region Zepce wurde ein sechsjähriger Junge von einem überfluteten Bach fortgerissen. Einsatzkräfte suchten nach dem Kind, wie der staatliche Fernsehsender BHRT berichtete. Bislang konnte er nicht gefunden werden.

Eine Frau geht im bosnischen Sanski Most über ihren überfluteten Hinterhof. | Bildquelle: dpa
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Eine Frau geht in Sanski Most über ihren überfluteten Hinterhof.

"Die Gefahr ist nicht vorüber und ich rufe die Einwohner auf, den Weisungen der Behörden Folge zu leisten, ohne in Panik zu geraten", sagte der Regierungschef der Teilrepublik Srpska, Radovan Viskovic. Nach Angaben des dort ansässigen meteorologischen Instituts hören die Regenfälle auch diesen Mittwoch nicht auf - allerdings sollen sie nicht mehr so stark sein wie in den Tagen zuvor.

Überschwemmungen auch in Kroatien

Auch aus dem Nachbarland Kroatien wurde Hochwasser gemeldet. Am schlimmsten sei die Lage in Kostajnica an der Grenze zu Bosnien, erklärte Zoran Cavlovic vom Nationalen Zentrum für Hochwasser-Bekämpfung. Die Nachrichtenagentur Hina berichtete, ein Teil der Stadt sei von der Strom- und Trinkwasserversorgung abgeschnitten.  Auch im zentralkroatischen Karlovac wurden viele Häuser überschwemmt.

Die Feuerwehr rettete nach Angaben des staatlichen kroatischen Fernsehsender HRT in der Gegend acht Touristen - darunter zwei Kinder, von einem überschwemmten Campingplatz am Ufer des Flusses Korana. Im Mai 2014 waren in Bosnien, Kroatien und Serbien fast zwei Millionen Menschen von Überschwemmungen betroffen gewesen. 77 Menschen starben damals, davon 51 in Serbien.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 15. Mai 2019 um 09:00 Uhr.

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