Fernseher mit Neujahrsansprache vom Kim Jong Un | Bildquelle: AFP

Ansprache von Kim Gemischte Signale aus Pjöngjang

Stand: 01.01.2019 03:37 Uhr

Nordkoreas Machthaber Kim hat sich zu weiteren Atomgipfeln mit US-Präsident Trump bereit erklärt, gleichzeitig aber die USA gewarnt: Sollte es neue Sanktionen gegen sein Land geben, werde er einen "neuen Weg" gehen.

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un will die Gespräche mit den USA über das Atomwaffenprogramm seines Landes nach eigenen Worten fortsetzen. Er könne US-Präsident Donald Trump jederzeit treffen, sagte Kim in seiner im staatlichen Fernsehen übertragenen Neujahrsansprache.

Zugleich richtete Kim eine Warnung an Washington: Die USA sollten die Geduld der Nordkoreaner nicht mit Sanktionen und Druckmaßnahmen ausreizen, mahnte er.

Andernfalls habe sein Land "keine andere Wahl, als einen neuen Weg zum Schutz unserer Souveränität" auszuloten. Zudem rief Kim die Trump-Regierung auf, an einer Aussetzung gemeinsamer Militärübungen mit Südkorea festzuhalten und auch keine strategische Militärausrüstung für Seoul bereitzustellen.

Handshake Trump und Kim | Bildquelle: AFP
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Seit dem Gipfeltreffen im Juni sind noch keine konkreten Vereinbarungen getroffen worden.

Verhandlungen stocken schon lange

Kim und Trump hatten am 12. Juni bei einem Gipfeltreffen in Singapur eine vage Vereinbarung über eine nuklearfreie koreanische Halbinsel unterzeichnet. Zeitplan und Herangehensweise an dieses Ziel blieben indes offen.

Seit Monaten treten die Folgeverhandlungen zwischen Washington und Pjöngjang auf der Stelle. Ein Streitpunkt ist der Ablauf einer von den USA verlangten atomaren Abrüstung und einer Aufhebung von US-geführten Sanktionen gegen Nordkorea, auf die die Führung um Kim pocht.      

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 01. Januar 2019 um 04:48 Uhr.

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