Menschen helfen einem Mann im Rollstuhl im westlichen Bundesstaat Maharashtra. | AP

Nach Monsun-Regenfällen Viele Tote bei Erdrutschen in Indien

Stand: 23.07.2021 20:19 Uhr

In Indien herrscht derzeit Regenzeit. Dabei kam es im westlich gelegenen Bundesstaat Maharashtra erneut zu Überschwemmungen und Erdrutschen. Mindestens 100 Menschen starben - viele gelten noch als vermisst.

Nach Monsun-Regenfällen sind in Indien bei Erdrutschen erneut zahlreiche Menschen ums Leben gekommen. An drei verschiedenen Orten im Bezirk Raigad im westlichen Bundesstaat Maharashtra ereigneten sich Unglücke. Dabei starben nach Angaben eines lokalen Behördenvertreters mindestens 100 Menschen.

Nach Angaben eines Beamten des Bezirks Raigad mussten mehr als 1000 Menschen in Sicherheit gebracht werden. Viele hätten auf Dächer von Häusern flüchten müssen, einige seien sogar von Bussen gerettet worden, die auf überschwemmten Straßen steckengeblieben seien. Mehr als 30 Menschen wurden nach Behördenangaben vermisst.

Das Militär half bei den Rettungsarbeiten. Zusätzliche Probleme bereiteten weitere Erdrutsche, durch die Zufahrtstraßen für die Rettungskräfte unpassierbar wurden. Darunter befand sich unter anderem eine wichtige Autobahn, welche die Küstenmetropolen Mumbai und Goa verbindet. Sie war deshalb teilweise blockiert.

Wasserstände bis zu 3,50 Metern

Nach 24 Stunden ununterbrochenen Starkregens war auch in der Region um die Stadt Chiplun rund 250 Kilometer südlich von Mumbai der Fluss Vashishti über die Ufer getreten. Die Behörden verzeichneten dort Wasserstände von bis zu 3,50 Metern. Am Wochenende waren bereits in der Metropole Mumbai mindestens 34 Menschen durch regenbedingte Erdrutsche gestorben.

Der staatliche Wetterdienst Indiens hat für mehrere Regionen in Maharashtra rote Warnungen herausgegeben. In den nächsten Tagen ist demnach mit weiteren starken Regenfällen zu rechnen. Während der von Juni bis September dauernden Monsunsaison stürzen in Indien immer wieder Gebäude ein. Betroffen sind oftmals alte und baufällige Häuser.

Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 23. Juli 2021 um 23:15 Uhr.