Microsoft | Bildquelle: picture alliance / dpa

Vorwürfe an Russland Microsoft wehrt Hackerangriff ab

Stand: 21.08.2018 11:41 Uhr

Der US-Softwareriese Microsoft hat nach eigenen Angaben einen Angriff der Hackergruppe "Strontium" abgewehrt. Die Attacke sei aus Russland gekommen, vermutet der Konzern.

Ermittler des Softwareherstellers Microsoft haben laut Unternehmensangaben einen groß angelegten Hackerangriff vereitelt. Die Attacke richtete sich unter anderem gegen konservative politische Gruppen in den USA, teilte Microsoft-Chefjurist Brad Smith in einem Blog-Eintrag mit.

Smith vermutet Hacker aus Russland, die mit der Regierung in Verbindung stünden, hinter dem Angriff. Eine Gruppe, die unter den Namen "Strontium", "Fancy Bear" und "APT28" bekannt ist, habe mithilfe gefälschter Webseiten versucht, an Nutzerdaten zu kommen.

Republikaner als Ziel

Dazu hätten die Hacker unter sechs verschiedenen Internet-Domains täuschend echte Kopien bestehender Webseiten ins Netz gestellt, darunter die des Hudson-Instituts und des Internationalen Republikanischen Instituts. Beide Institute stehen der republikanischen Partei nahe. Die gefälschten Seiten hätten ahnungslose Nutzer dazu bringen sollen, Nutzerdaten und Passwörter einzugeben, die dann an die Hacker weitergeleitet werden sollten. Microsoft habe inzwischen die Kontrolle über die Domains übernommen.

Russische Hacker stehen bereits in Verdacht, sich in den Präsidentschaftswahlkampf vor zwei Jahren eingemischt zu haben. Die jetzt von Microsoft aufgedeckte Attacke nährt in den USA Befürchtungen, dass auch der diesjährige Kongresswahlkampf Ziel von Hackern werden könnte.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 21. August 2018 um 11:00 Uhr.

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