Michelle Obama | Bildquelle: AFP

Kampf gegen Corona-Pandemie Michelle Obama wirft Trump Versagen vor

Stand: 06.10.2020 21:35 Uhr

Kein Land ist so schwer vom Coronavirus betroffen wie die USA - Grund dafür ist nach Ansicht von Michelle Obama ein US-Präsident, der seinem Job nicht gewachsen sei. In einer Videobotschaft erhebt sie schwere Vorwürfe gegen Trump.

Knapp einen Monat vor der US-Wahl hat Michelle Obama Präsident Donald Trump Versagen im Kampf gegen die Corona-Pandemie vorgeworfen. Alle Amerikaner spürten die Konsequenzen der Tatsache, dass der Präsident die Pandemie nicht ernst genommen habe und immer noch keinen schlüssigen Plan zu deren Bekämpfung habe, sagte die Ehefrau von Trumps Vorgänger Barack Obama in einer Videobotschaft.

"Wir können diesem Präsidenten nicht vertrauen"

"Im Moment herrscht in unserem Land wegen eines Präsidenten, der seinem Job nicht gewachsen ist, Chaos", sagte Obama. Andere Länder hätten die Pandemie unter Kontrolle bekommen. "Sie wurden vom gleichen Virus getroffen wie wir. Sie hatten die gleichen Mittel wie wir. Aber womit sie nicht fertig werden mussten, war dieser Präsident", sagte Obama. Sie rief daher zur Wahl des Demokraten Joe Biden auf.

Barack Obamas früherer Vizepräsident tritt bei der Wahl am 3. November gegen den Republikaner Trump an. Der Präsident belüge die Amerikaner und spiele die Bedrohung der Pandemie weiter herunter, klagte Obama. "Wir können diesem Präsidenten nicht vertrauen, uns die Wahrheit über irgendetwas zu sagen", sagte Obama. Sie warf Trump "vorsätzliches Missmanagement" der Pandemie vor.

Mehr Tote als durch Kriege

Inzwischen seien mit mehr als 200.000 Menschen mehr Amerikaner nach einer Corona-Infektion gestorben als in den Kriegen im Irak, in Afghanistan, in Vietnam und Korea zusammengenommen. "Nehmen Sie all diese heldenhaft geopferten Leben und verdoppeln sie die Zahl. Das ist in etwa das Ausmaß dieser Tragödie", sagte Obama.

"Was der Präsident macht, ist rassistisch"

Auch bei anderen Themen ging die frühere First Lady hart ins Gericht mit Trump. Er schüre Ängste vor Afroamerikanern, spalte das Land und verbreite Verschwörungstheorien, sagte sie weiter. "Was der Präsident macht, ist offenkundig falsch, moralisch falsch und ja, es ist rassistisch." Trump versuche unter anderem, Wähler davon abzuhalten, am 3. November ihre Stimme abzugeben. Außerdem "lüge" er über Minderheiten und behaupte, diese würden US-Vorstädte ruinieren. Trump sei "richtig, richtig gut darin, Angst und Verwirrung zu nutzen und Lügen zu verbreiten, um zu gewinnen", sagte Obama.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 07. Oktober 2020 um 02:18 Uhr.

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