Die Journalistin Daphne Caruana Galizia im Jahr 2011 | Bildquelle: REUTERS

Kommission in Malta Mord an Galizia wird untersucht

Stand: 20.09.2019 23:07 Uhr

Die maltesische Journalistin Galizia wurde vor gut zwei Jahren bei einem Bombenanschlag getötet. Jetzt soll eine Untersuchungskommission klären: Hätte das Verbrechen verhindert werden können?

Knapp zwei Jahre nach dem tödlichen Bombenanschlag auf die maltesische Journalistin Daphne Caruana Galizia hat die Regierung eine Untersuchung dazu angeordnet, ob das Verbrechen hätte verhindert werden können.

Regierungschef Joseph Muscat habe die Untersuchungskommission unter Leitung eines Richters angewiesen, binnen neun Monaten einen Bericht vorzulegen, teilte die Regierung mit.

Aufforderung des Europarats

Die regierungskritische Bloggerin war am 16. Oktober 2017 unweit ihres Hauses in ihrem Auto in die Luft gesprengt worden.

Drei Männer müssen sich deswegen vor Gericht verantworten. Viele Fragen zu den Hintermännern sind aber noch offen. Mit der Einsetzung der Untersuchungskommission kam Muscat einer entsprechenden Aufforderung des Europarates nach. Die Staatenorganisation mit Sitz in Straßburg kümmert sich um Schutz und Einhaltung der Menschenrechte.

Sie hatte Malta eine Frist bis zum 26. September gesetzt. Die Untersuchung solle vor allem klären, ob der Staat seinen Verpflichtungen nachgekommen sei, an Leib und Leben gefährdete Personen wie etwa Journalisten durch vorbeugende Maßnahmen zu schützen, hieß es in der Erklärung der Regierung.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 21. September 2019 um 05:00 Uhr und 06:00 Uhr in den Nachrichten.

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