Reisenden am Hong Kong International Airport | Bildquelle: AP

Coronavirus Zahl der Erkrankten in China steigt

Stand: 21.01.2020 16:12 Uhr

An der neuartigen Lungenkrankheit sind in China inzwischen mehr als 300 Menschen erkrankt. Allein in der Stadt Wuhan starben sechs Patienten. Mehrere Länder verschärften ihre Einreisekontrollen.

Die Zahl der Patienten, die in China an einer neuartigen Lungenkrankheit leiden, ist deutlich gestiegen. Wie das Staatsfernsehen berichtete, kamen noch einmal weitere bestätigte Fälle hinzu. Damit sind nun offiziell mehr als 300 Menschen erkrankt. Zudem sind sechs Todesfälle bekannt.

Die Behörden hatten gestern erklärt, dass eine Ansteckung von Mensch zu Mensch nachgewiesen sei. Krankheitsfälle wurden auch aus Thailand, Japan und Südkorea gemeldet. Je ein Verdachtsfall wird in Australien und auf den Philippinen geprüft. Allen Patienten gemeinsam ist, dass sie zuvor in China waren. In Europa ist noch kein Krankheitsfall nachgewiesen. Mehrere Länder verschärften ihre Einreisekontrollen für Passagierflüge aus China.

Gesundheitsbehörden leiten Vorsichtsmaßnahmen ein

Nach Angaben der Gesundheitsbehörden war das neuartige Coronavirus zuerst im Dezember auf dem Fisch- und Geflügelmarkt der Stadt Wuhan in Zentralchina aufgetreten. Inzwischen wurden diverse Vorsichtsmaßnahmen verkündet. Neben Infrarot-Thermometern an Flughäfen, Bahnhöfen und anderen Passagier-Terminals in der Stadt werden Lebensmittelmärkte strikt überwacht.

Der Handel mit lebendem Geflügel und Wildtieren ist verboten. Großveranstaltungen werden stärker beobachtet oder gleich ganz abgesagt.

Der Ausbruch der Krankheit fällt in eine heikle Zeit, weil in China Millionen Menschen zu ihren Familien unterwegs sind, um das Neujahrsfest zu feiern.

Die Ausbreitung des Coronavirus
tagesschau24 10:00 Uhr, 21.01.2020, Daniel Satra, ARD Peking

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO will sich morgen in einer Sondersitzung mit der neuartigen Krankheit befassen. Die WHO rechnet damit, dass sich die Krankheit auch über China hinweg ausbreitet.

Kein Vergleich mit dem SARS-Virus

Die chinesischen Behörden treten Vergleichen mit der SARS-Epidemie 2002/2003 entgegen. Ein Sprecher sagte, es habe nur zwei Wochen gedauert, das neue Coronavirus zu identifizieren und ein wirksames Überwachungs- und Quarantäne-System zu installieren. Er denke nicht, dass es so ernste soziale und ökonomische Auswirkungen geben werde wie bei SARS vor 17 Jahren.

Das neue Virus stammt aus derselben Familie von Coronaviren, zu der auch das Schwere Akute Atemwegssyndrom (SARS) gehört. Am SARS-Virus starben schätzungsweise 800 bis 1000 Menschen. Die chinesische Regierung hatte damals den Ausbruch der Krankheit vertuscht und längere Zeit verharmlost.

Robert-Koch-Institut: Gefahr in Deutschland gering

Das Robert-Koch-Institut sieht in dem neuen Corona-Virus keine große Gefahr für Deutschland. Dass offenbar auch eine Übertragung von Mensch zu Mensch möglich sei, ändere nichts an dieser Einschätzung, sagte ein Sprecher.

Es gebe keine Belege dafür, dass sich der Virus einfach von Mensch zu Mensch übertrage wie bei einer Grippe. Das sei nur in bestimmten Ausnahmefällen möglich. Deshalb bleibe es bei der bisherigen Lageeinschätzung für Deutschland.

Mit Informationen von Axel Dorloff, ARD-Studio Peking

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 21. Januar 2020 um 06:46 Uhr und tagesschau24 um 10:00 Uhr.

Darstellung: