Kommunalwahlen in der Türkei | Bildquelle: dpa

Kommunalwahl in der Türkei Verliert die AKP die Metropolen?

Stand: 31.03.2019 23:17 Uhr

Bei den Kommunalwahlen in der Türkei liegen die Kandidaten der Regierungspartei AKP landesweit vorn. In den Metropolen werden jedoch knappe Ergebnisse erwartet. In Istanbul reklamieren AKP und Opposition den Sieg für sich.

Präsident Erdogan verlässt die Wahlkabine. | Bildquelle: dpa
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Präsident Erdogan sieht in den Wahlen einen Stimmungstest für seine Politik.

Die Regierungspartei von Präsident Recep Tayyip Erdogan liegt bei den Kommunalwahlen in der Türkei vorne. Nach der Auszählung von mehr als 62 Prozent der Wahlurnen kam die AKP landesweit auf 46,3 Prozent der Stimmen, wie türkische Medien berichteten. Die oppositionelle CHP erreichte demnach 30,5 Prozent.

Die Kommunalwahlen galten als Stimmungstest für Erdogan, unter dessen Führung das Land derzeit eine Wirtschaftskrise mit zweistelliger Inflation und stark gestiegenen Lebensmittelpreisen erlebt. Die AKP erreichte aber landesweit noch bessere Werte als bei der letzten Kommunalwahl 2014, als sie auf knapp 43 Prozent der Stimmen gekommen war. Damals war es ihr auch gelungen, die Bürgermeisterposten in den Metropolen Ankara und Istanbul zu halten.

Kommunalwahlen in der Türkei: AKP wegen Währungsschwäche und Inflation unter Druck
tagesthemen 22:45 Uhr, 31.03.2019, Oliver Mayer-Rüth, ARD Istanbul

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Etwas Selbstkritik von Erdogan

Erdogan erklärte seine AKP zum Gewinner. "Die Ergebnisse zeigen, dass wir aus diesen Wahlen wieder mit großem Vorsprung als erste Partei hervorgegangen sind", sagte er. Gleichzeitig übte er jedoch auch Selbstkritik: "Wir müssen akzeptieren, dass wir da, wo wir gewonnen haben, die Herzen unseres Volkes erobert haben, und da, wo wir verloren haben, nicht erfolgreich genug waren."

Diesmal war es in vielen Städten ein sehr knappes Rennen. Trotz unvollständiger Auszählung der Stimmen bei der Kommunalwahl in der Türkei erklärten sowohl der Kandidat der AFP wie auch der der größten Oppositionspartei CHP den Sieg für sich. Die CHP sieht sich auch in Ankara und Izmir als Gewinner.

Absperrungen bei den Kommunalwahlen in der Türkei | Bildquelle: AFP
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Die Wahlen fanden unter strengen Sicherheitsmaßnahmen statt.

In den Großstädten und anderswo hatten sich auch andere Oppositionsparteien hinter die CHP-Kandidaten gestellt, um ihre Chancen gegen die AKP zu erhöhen. Mehr als 57 Millionen Wähler bestimmten in 200.000 Wahllokalen die Bürgermeister von 30 Großstädten, 51 Provinzhauptstädten und 922 Bezirken sowie Repräsentanten auf kommunaler Ebene.

Im ganzen Land waren rund 553.000 Polizisten und Sicherheitskräfte im Einsatz, um die Stimmabgaben zu sichern. Im Osten und Süden der Türkei wurden im Zusammenhang mit den Wahlen vier Menschen getötet.

Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 31. März 2019 um 22:45 Uhr.

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