Ein Obdachloser im amerikanischen Portland | Bildquelle: AP

Wetter in den USA Lebensgefährliche Kälte

Stand: 31.01.2019 18:51 Uhr

Flüge werden gestrichen, Züge stehen still, Schulen werden geschlossen: Die Eiseskälte hat große Teile der USA im Griff - und fordert immer wieder Menschenleben.

Von Torsten Teichmann, ARD-Studio Washington

In den USA hat sich eine Tradition entwickelt: Weil in vielen Teilen der Vereinigten Staaten bei extremer Kälte die Schule ausfällt, kommen Schuldirektoren auf immer neue Ideen, Familien und Kinder darüber zu informieren.

Besonders großen Erfolg hat derzeit ein Video aus dem Schulbezirk Swartz Creek in Michigan in dem Schulleiter in einer Coverversion von Leonard Cohens "Hallelujah" ihre Schüler informieren.  

Eisiger Wind und minus 31 Grad

Im US-Bundesstaat Illinois musste die Polizei 21 Menschen retten, die mit einem Bus auf dem Highway liegen geblieben waren. Im Dieselkraftstoff des Buses hatten sich Kristalle gebildet. Der Treibstoff war versulzt und der Motor sprang nicht mehr an - lebensgefährlich bei Temperaturen von Minus 23 Grad und weit darunter.

Seit dem Wochenende sind in Iowa, Indiana, Michigan und Minnesota wegen der Kälte auch Menschen ums Leben gekommen. In Minneapolis zeigten Thermometer in der Früh minus 31 Grad. Dazu kommt ein eisiger Wind.

Der Gouverneur von Illinois, Jay Robert Pritzer, warnt davor, das Haus zu verlassen: "Selbst wenn man nur kurz diesem Wetter ausgesetzt ist, kann es gefährlich sein", sagt er.  

Arktische Kälte in den USA dauert an
tagesschau 09:00 Uhr, 01.02.2019, Stefan Niemann, ARD Washington

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Keine Päckchen

Im Mittleren Westen und an der Ostküste bleiben Schulen geschlossen. Die Post fährt in einigen Bundesstaaten keine Päckchen und Prospekte aus. Die Büros der Regierung sind dicht. Flüge werden gestrichen und die Eisenbahngesellschaft AmTrak hat alle Verbindungen nach Chicago eingestellt.

Die Polizei und Kirchen in der Stadt haben ihre Türen für Menschen geöffnet, die Zuflucht suchen.

Große Sorgen

Aber auch, wer ein Dach über dem Kopf hat, muss sich warm halten: Der örtliche Energieversorger in Minnesota hat Besitzer von Gasheizungen aufgefordert, Thermostate auf 16 Grad Raumtemperatur zu reduzieren. Die Sorge ist groß, dass das Erdgas in diesen eisigen Tagen knapp wird.

Wer daheim bleibt, kann nur hoffen, dass der Strom nicht ausfällt. So lange kann man wenigstens die Musikvideos der Schulleiter anschauen, die verkünden, dass auch heute die Schule wieder ausfällt.

Lebensgefährliche Temperaturen im Mittleren Westen der USA
T. Teichmann, ARD Washington
31.01.2019 17:42 Uhr

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Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 31. Januar 2019 um 18:00 Uhr.

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