Selbst im südlichen Mississippi froren zu Neujahr Brunnen ein | Bildquelle: AP

Nordamerika Kein Ende der Kältewelle in Sicht

Stand: 02.01.2018 16:58 Uhr

Auch zu Beginn des neuen Jahres leiden die Menschen in weiten Teilen der USA und Kanadas unter bitterer Kälte. Zwei Menschen starben, in einigen Gebieten wurden am Neujahrstag Minusrekorde gebrochen. Stellenweise lag die gefühlte Kälte bei minus 50 Grad.

Bittere Kälte hat weite Teile der USA und Kanadas auch zu Beginn des neuen Jahres im Griff gehalten. Mindestens zwei Todesfälle wurden auf die niedrigen Temperaturen zurückgeführt.

Der Nationale Wetterdienst gab auch für die kommenden Tage keine Entwarnung. Frostige Winde aus dem Norden sorgten dafür, dass die gefühlte Temperatur deutlich unter der tatsächlichen liege, erklärt er auf seiner Homepage. In den USA soll fast die gesamte östliche Hälfte bis nach Südtexas betroffen sein.

In einigen Gebieten wurden Rekorde für den Neujahrstag gebrochen: In Aberdeen im Staat South Dakota zeigte das Thermometer minus 36 Grad Celsius - der bisherige Rekord hatte 99 Jahre Bestand. In Nebraska lag die Temperatur in der Silvesternacht bei minus 26 Grad, dort fiel ein über 130 Jahre alter Rekord. An vielen Orten musste das Silvesterfeuerwerk abgesagt werden.

Gefühlte Kälte bei minus 50 Grad Celsius

In Milwaukee ließen sich Hunderte Menschen trotz der Eiseskälte nicht davon abbringen, das neue Jahr mit einem Sprung in den Michigan-See zu begrüßen. Eine ähnliche Veranstaltung in Chicago wurde allerdings abgesagt, da der arktische Wind einen Sprung in den See nach Angaben der Veranstalter zu gefährlich machte. Die Temperaturen fielen dort unter null Grad Fahrenheit (minus 18 Grad Celsius). Im Nordosten Montanas lag die gefühlte Kälte sogar bei minus 50 Grad Celsius.

Mit Informationen von Marc Hoffmann, ARD-Studio Washington

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 02. Januar 2018 um 18:30 Uhr.

Darstellung: