Hochwasser in Venedig | Bildquelle: AFP

Schwere Unwetter Regen und Sturm legen Italien lahm

Stand: 29.10.2018 20:13 Uhr

In fast ganz Italien herrscht Unwetteralarm: Sturm und Starkregen sorgen für Überflutungen, Erdrutsche und entwurzelte Bäume. Erneut kamen mindestens fünf Menschen ums Leben.

Schwere Unwetter haben fast ganz Italien getroffen und das öffentliche Leben teilweise lahmgelegt. Schulen und Kindergärten blieben in vielen Regionen geschlossen, darunter Venetien mit Venedig, Ligurien mit Genua, ganz Rom und Teile der Toskana.

In der Provinz Frosinone südlich von Rom kamen zwei Menschen ums Leben, als ein Baum auf ihr Auto stürzte, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa. In Terracina in der Region Latium, in Neapel und in Savona in Ligurien starben insgesamt drei Menschen. Schon am Sonntag waren mindestens fünf Menschen gestorben.

In der Hauptstadt stürzten Bäume um, Antennen flogen von den Dächern, Straßen wurden gesperrt. In Civitavecchia, einem Küstenort in der Nähe Roms, schlugen Wellen gegen die Kaimauern. Der Wind war dort so stark, dass man sich kaum auf den Beinen halten konnte. An der ligurischen Küste warnte der Zivilschutz vor einer Sturmflut mit meterhohen Wellen. In der Touristengegend Cinque Terre wurden die Menschen aufgefordert, Erdgeschosswohnungen zu verlassen.

Schwere Unwetter verwüsten Italien
nachtmagazin 00:50 Uhr, 30.10.2018, Ellen Trapp, ARD Rom

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

In Südtirol rief der Zivilschutz die höchste Alarmstufe aus - mit einem Katastrophenfall ist dort jederzeit zu rechnen. Da der Boden aufgrund des anhaltenden Regens kaum noch aufnahmefähig sei, drohten weitere Erdrutsche, teilte die Feuerwehr mit. Auch die Flüsse schwellen weiter an.

Verkehr am Brenner rollt langsam wieder

Auch die Brenner-Autobahn war wegen Unwetterschäden mehrmals für einige Stunden gesperrt. Mittlerweile ist die Strecke zwischen Sterzing und Brenner in beiden Richtungen wieder befahrbar. Dort drohte eine Stromleitung auf die Straße zu stürzen. Am Sonntag ging eine Schlammlawine auf die Autobahn nieder, mehrere Autos steckten in den Erdmassen fest, es gab Verletzte. Auch der Bahnverkehr war zeitweise unterbrochen.

Das Unwetter hat Auswirkungen auch im Süden des Landes, dort blieben zahlreiche Schiffe im Hafen. Zwischen Neapel und der Insel Ischia wurde der Verkehr eingestellt. In Apulien wurden Olivenbäume entwurzelt. In Alghero auf Sardinien sprachen Medien von Hagelkörnern so groß wie Tischtennisbälle.

Zu wenig Grünflächen und zu enge Bebauung

Der starke Regen, die Stürme und das Hochwasser seien eigentlich nicht ungewöhnlich für diese Jahreszeit, sagen Experten wie Fausto Guzetti vom Nationalen Forschungsrat, einer öffentlichen Forschungseinrichtung in Italien. Das Problem sei, dass Häuser nicht nur an den falschen Stellen, sondern auch unsachgemäß gebaut worden seien. Hinzu komme, dass in Italiens Städten und auch am Meer zu viel Fläche zubetoniert worden sei.

Entwurzelter Baum in Rom | Bildquelle: MASSIMO PERCOSSI/EPA-EFE/REX/Shu
galerie

In Rom wurden zahlreiche Bäume entwurzelt.

Warnungen auch in Kroatien

Nicht nur Italien, auch Kroatien ist betroffen. Die Autobahnen rund um die nördliche Hafenstadt Rijeka wurden nach Medienberichten wegen Starkregens vorerst für den Verkehr gesperrt. Wegen Sturms mit Orkanböen fielen zwischen Dubrovnik und Rijeka zahlreiche Fährverbindungen vom Festland zu den Inseln aus. Der staatliche Wetterdienst erließ am Montagmorgen für die gesamte kroatische Küstenregion höchste Warnstufe.

Warnungen gab es auch aus der Schweiz: Wegen starken Schneefalls waren mehrere Alpenpässe gesperrt. Darunter ist auch der Gotthardpass, der letztmals vor zehn Jahren bereits Ende Oktober nicht mehr passierbar war.

Mit Informationen von Lisa Weiß, ARD-Studio Rom

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 28. Oktober 2018 um 22:00 Uhr.

Darstellung: