MT Riah | Bildquelle: AP

Festgesetzter Tanker "Riah" Iran lässt neun Seeleute frei

Stand: 26.07.2019 11:50 Uhr

Neun indische Besatzungsmitglieder des im Iran festgesetzten Tankers "Riah" sind nach indischen Angaben frei. Festgehalten werden aber noch 26 weitere Matrosen der Tanker "Riah" und "Stena Impero".

Der Iran hat neun der zwölf indischen Besatzungsmitglieder des festgesetzten Tankers "Riah" freigelassen. Das teilte das indische Außenministerium mit. Der unter der Flagge Panamas fahrende Tanker war am 14. Juli von den iranischen Revolutionsgarden im Persischen Golf festgesetzt worden. Angeblich habe "Riah" eine Million Liter Öl geschmuggelt.

21 weitere indische Matrosen werden demnach noch im Iran festgehalten. Darunter drei von der "Riah" und 18 von der unter britischer Flagge fahrenden "Stena Impero", die am 19. Juli gestoppt wurde und sich derzeit in einem südiranischen Hafen befindet. Nach eigenen Angaben habe der Iran aber Vertretern der indischen Botschaft ein Treffen mit den Besatzungsmitgliedern der "Stena Impero" gewährt. Ebenso hätten auch die anderen fünf Mitglieder mit Vertretern ihrer Botschaften zusammenkommen dürfen.

Oman soll im Tankerstreit vermitteln

Der Iran hatte die beiden Frachter in den vergangenen Wochen aufgebracht, nachdem die britischen Behörden vor Gibraltar am 4. Juli den iranischen Tanker "Grace 1" festgesetzt hatten. Zur Begründung hieß es, der Tanker habe Öl nach Syrien transportieren sollen und damit gegen EU-Sanktionen verstoßen. Der Iran bestreitet dies und bezeichnet das britische Vorgehen als illegal. 

Der britische Öltänker Stena Impero | Bildquelle: AP
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Neben der "Riah" hatte Iran auch den unter britischer Flagge fahrenden Tanker "Stena Impero" festgesetzt

Nach Angaben der staatlichen iranischen Nachrichtenagentur Irna soll nun das Saltunat Oman im Tankerstreit zwischen Großbritannien und dem Iran vermitteln. Die Außenminister des Omans und Irans, Jussuf bin Alawi und Mohammed Dschawad Sarif, würden sich am Samstag in Teheran treffen, hieß es. Der Oman hat bei Streitigkeiten zwischen Teheran und dem Westen wiederholt als Vermittler agiert - mehrmals mit Erfolg.

Der Streit um die Tanker vollzieht sich vor dem Hintergrund des Konflikts um das internationale Atomabkommen mit dem Iran und die Sanktionen, die US-Präsident Donald Trump gegen Teheran verhängt hat. 

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