Mehrere Personen halten während einer Demonstration ein Transparent mit der Aufschrift "Identitäre Bewegung" hoch. (Archivbild) | Bildquelle: picture alliance / Alex Halada /

Ermittlungen in Österreich Durchsuchungen bei "Identitärer Bewegung"

Stand: 28.04.2018 04:53 Uhr

Gegen Mitglieder der rechtsextremen "Identitären Bewegung" in Österreich ist offenbar ein Ermittlungsverfahren eingeleitet worden - auch der Chef der Gruppe soll betroffen sein.

In Österreich sind laut Presseberichten Ermittlungen gegen die rechtsextreme "Identitäre Bewegung" eingeleitet worden. Es habe Hausdurchsuchungen in sechs Wohnungen sowie in vier Geschäfts- und Vereinslokalen, vornehmlich in Graz, gegeben, berichteten österreichische Medien unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft Graz.

Chef der Gruppe nach eigenen Angaben betroffen

Auch der Chef der Gruppe in Österreich, Martin Sellner, sei davon betroffen gewesen. Die Zeitung "Der Standard" schreibt, die Ermittlungen seien wegen des Verdachts der Bildung einer kriminellen Vereinigung und "Verhetzung" eingeleitet worden.

Sellner kritisierte im Kurzbotschaftendienst Twitter, die Polizei habe bei ihren Hausdurchsuchungen Dokumente und Daten mitgenommen. Der 29-Jährige war in den vergangenen Jahren durch Aktionen bekannt geworden, die sich gegen die Aufnahme von Asylbewerbern in Österreich richteten. Die Identitäre Bewegung ist in mehreren europäischen Ländern aktiv, darunter auch Deutschland.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 28. April 2018 um 06:30 Uhr.

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