Vertriebene Familien kommen, nachdem sie 200 Kilometer vor Beira, aus einem überschwemmten Gebiet im Bezirk Buzi, mit dem Boot gerettet wurden, am Strand an. | Bildquelle: dpa

Nach Zyklon "Idai" in Mosambik Mehr Tote und Sorge vor Cholera

Stand: 24.03.2019 13:09 Uhr

Etwa zehn Tage nach dem schweren Zyklon "Idai" in Mosambik steigt die Zahl der Toten weiter: Inzwischen werden 446 Opfer gemeldet. Die Sorge vor einem Ausbruch von Cholera oder Typhus wächst.

Nach dem verheerdenden Zyklon "Idai" in Südostafrika steigt die Zahl der Todesopfer weiter an. Nach Regierungsangaben kamen in den drei betroffenen Ländern Mosambik, Malawi und Simbabwe mindestens 615 Menschen ums Leben, wie ein Sprecher des UN-Nothilfebüros sagte. Allein in Mosambik werden 446 Tote gemeldet. 110.000 Menschen seien in Notunterkünften untergekommen, teilte Umweltminister Celso Correia mit.

Sorge vor Cholera nach Zyklon in Südostafrika
tagesschau 20:00 Uhr, 24.03.2019, Stefan Maier, ARD Johannesburg

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Sorge vor Cholera und Typhus

Insgesamt sollen 531.000 Menschen in Mosambik von der Katastrophe betroffen sein. In den überschwemmten Gebieten im Zentrum des Landes im südlichen Afrika steigt Helfern zufolge die Angst vor dem Ausbruch schwerer Durchfallerkrankungen wie Cholera und Typhus. Minister Correia kündigte den Aufbau eines Behandlungszentrums an, um eine Ausbreitung der Krankheit zu vermeiden.

In den Überschwemmungsgebieten mit wenigen Toiletten und sauberem Trinkwasser besteht ein erhöhtes Risiko an Krankheiten. So steige auch die Zahl der Malaria-Kranken, berichten Helfer. In dem stehendem Wasser können sich die Malaria übertragenden Mücken rasend schnell vermehren.

Überlebende des Zyklon "Idai" warten in einer provisorischen Zeltstadt am Straßenrand auf Hilfe. | Bildquelle: dpa
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Menschen warten in einer provisorischen Zeltstadt auf Hilfe, Nahrung und Trinkwasser.

Rettungskräfte und Überlebende suchen weiterhin in den Trümmern nach Opfern. Es fehlt an Lebensmitteln, Trinkwasser und Unterkünften. Correia beschrieb die Lage als immer noch kritisch. Aber sie bessere sich etwas, denn die Helfer könnten inzwischen leichter in die betroffenen Landesteile vordringen.

Tausende harren auf Bäumen und Häusern aus

Die Versorgung der Opfer wird aber von andauerndem Regen und den zerstörten Verkehrswegen erschwert. Man habe Drohnen im Einsatz, um sich einen Überblick über die Notlage zu verschaffen, sagte Correia.

Helfer versuchen, die Menschen mit Booten und aus der Luft vor weiter anschwellenden Flüssen zu retten. Wegen der starken Überschwemmungen sollen UN-Angaben zufolge im Umland von Beira Tausende auf Hausdächern und in Baumkronen ausharren. Insgesamt wurden Hunderttausende Menschen obdachlos.

Vertriebene fahren in einem Holzboot in den Bezirk Buzi, 200 Kilometer vor Beira, Mosambik. | Bildquelle: AP
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Helfer retten die Menschen mit Booten aus den überfluteten Gebieten.

"Lage ist katastrophal"

Neun Experten des Technischen Hilfswerks sind in das Katastrophengebiet aufgebrochen. Sie wollen in Mosambiks schwer verwüsteter Hafenstadt zwei Anlagen zur Aufbereitung von Wasser in Betrieb nehmen. "Die Lage in Beira ist katastrophal, die Notversorgung mit Trinkwasser für die betroffenen Menschen lebenswichtig", sagte THW-Vizepräsident Gerd Friedsam.

Der Wirbelsturm war mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 170 Kilometern pro Stunde und starken Regenfällen über die südostafrikanische Region hinweggefegt und hatte eine Spur der Zerstörung hinterlassen. Die UN sprechen von der möglicherweise bisher schlimmsten Unwetterkatastrophe in der südlichen Hemisphäre.

Anmerkung der Redaktion: In einer vorherigen Version dieses Artikels schrieben wir, es gebe schon Cholerakranke. Tatsächlich gibt es bislang nur Verdachtsfälle. Wir bitten, diesen Fehler zu entschuldigen.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 24. März 2019 um 01:00 Uhr.

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