Demonstranten auf einer Kundgebung in Hongkong | Bildquelle: dpa

Hongkong Tausende protestieren gegen Regierung

Stand: 17.08.2019 12:52 Uhr

Trotz scharfer Warnungen aus Peking protestieren in Hongkong wieder Tausende Menschen gegen die Regierung. Mit einer Kundgebung von Lehrern begannen die friedlichen Proteste. Andere demonstrierten für China.

Den Auftakt eines weiteren Wochenendes mit Demonstrationen gegen die Regierung hat mit einem Marsch Tausender Lehrer und Lehrerinnen zum Sitz der umstrittenen Regierungschefin Carrie Lam begonnen. Dort riefen sie "Hongkongs Polizei kennt das Gesetz und verstößt gegen das Gesetz". Die Demonstration war von den Behörden genehmigt und verlief friedlich. Die Organisatoren sprachen von 22.000 Teilnehmern, die Polizei von 8300.

Auch Unterstützer der Hongkonger Regierung demonstrierten. Sie nennen sich "Beschützer Hongkongs" und schwenkten bei ihrer Kundgebung chinesische Fahnen.

Neue Proteste in Hongkong
tagesschau 12:00 Uhr, 17.08.2019

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Bereits am Freitagabend hatten sich Tausende, vor allem junge Leute, in und um den Charter-Park im Hongkonger Stadtteil Central versammelt, um gegen die Hongkonger Regierung zu demonstrieren. Etliche baten auf Transparenten die USA und Großbritannien um Unterstützung. Hongkong war bis 1997 britische Kolonie.

Hundertausende erwartet

Zigtausende Demonstranten werden zu weiteren geplanten Kundgebungen erwartet. Die Pro-Demokratie-Aktivisten der Civil Human Rights Front haben für Sonntag zu einem großen Marsch aufgerufen. Allerdings haben die Behörden nur eine Kundgebung in einem Park erlaubt. Die Organisatoren erwarten Hunderttausende Teilnehmer und befürchten, dass der Platz dort nicht reicht und es allein deshalb zu Konfrontationen mit der Polizei kommen werde.

Es ist bereits das elfte Wochenende in Folge, an dem die Menschen in Hongkong auf die Straße gehen. Regelmäßig kam es am Rande von Demos zu Zusammenstößen zwischen Protestierenden und Polizisten.

Proteste gegen Vorgehen der Polizei

Die Demonstranten werfen der Hongkonger Polizei vor, teilweise zu hart gegen Aktivisten vorzugehen. Sie fordern Aufklärung. Ursprünglich war der Protest gegen ein geplantes Auslieferungsabkommen gerichtet. Das Gesetz, dass inzwischen gestoppt ist, sollte es ermöglichen, Verdächtige nach Festlandchina auszuliefern. Dort gibt es - anders als in Hongkong - keine Rechtstaatlichkeit.

Der Hongkonger Regierung werfen deren Kritiker eine zu große Nähe zur kommunistischen Führung in Peking vor. Die frühere britische Kronkolonie Hongkong ist seit 1997 eine chinesische Sonderverwaltungszone, in der die Einwohner größere persönliche Freiheiten genießen als in der Volksrepublik. Da China scharfe Warnungen ausgesprochen und Truppen and der Grenze zu Hongkong zusammengezogen hat, wächst die Sorge vor einer militärischen Intervention Chinas.

Mit Informationen von Benjamin Eyssel, ARD-Studio Peking

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 17. August 2019 um 12:00 Uhr.

Darstellung: