Proteste in Hongkong | Bildquelle: AFP

Umstrittenes Auslieferungsgesetz Hongkonger protestieren gegen Lam

Stand: 14.07.2019 22:03 Uhr

Erneut haben Zehntausende Menschen in Hongkong demonstriert. Auch wenn die Regierung das umstrittene Auslieferungsgesetz nicht mehr umsetzen will, fordern die Protestierenden dennoch den Rücktritt der Regierungschefin.

In Hongkong sind erneut Zehntausende Menschen auf die Straße gegangen. Sie demonstrierten in Sha Tin, einer im Norden liegenden, zu den sogenannten neuen Territorien Hongkongs gehörende Stadt. Einige Demonstranten trugen Schilder mit Inschriften wie "Verteidigt Hongkong", andere schwenkten US-Flaggen oder Hongkongs Fahne aus der Zeit vor der Rückgabe der ehemaligen britischen Kolonie an China.

Anlass der Proteste ist das umstrittene Auslieferungsgesetz, nach dem Verdächtige an Festlandchina überstellt werden sollten. Die Hongkonger Regierung will es mittlerweile zwar nicht mehr umsetzen, aber viele Protestierenden fordern dennoch den Rücktritt von Regierungschefin Carrie Lam. Manche verlangten auch demokratische Wahlen in der früheren britischen Kronkolonie, einige wenige demonstrierten gar für Hongkongs Unabhängigkeit. Nach Angaben der Organisatoren nahmen 110.000 Menschen an der Demonstration teil, die Polizei sprach von 28.000 Teilnehmern.

Der Protest verlief zunächst friedlich. Nach Einbruch der Nacht begann die Polizei, die Straßen zu räumen. Manche Teilnehmer zogen sich in ein Einkaufszentrum zurück, wo Polizisten und Demonstranten mit Schlagstöcken und Regenschirmen aufeinander schlugen. Die Polizei schien einige Personen festzunehmen. Später ließ die Gewalt nach, als die verbliebenen Demonstranten Sha Tin verließen.

Proteste in Hongkong | Bildquelle: AFP
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Proteste in Hongkong: Die Demonstranten fordern unter anderem den Rücktritt von Regierungschefin Carrie Lam.

Mit Pfefferspray und Schlagstöcken gegen Demonstranten

Bereits gestern war es zu Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und überwiegend jungen Demonstranten gekommen, die gegen Händler vom chinesischen Festland protestierten. Die Einsatzkräfte setzten Pfefferspray und Schlagstöcke ein.

Auf Bildern war zu sehen, wie Demonstranten panisch flohen, teilweise übereinander stolperten und manche auf den Boden fielen. Einige hatten sich mit Schutzmasken und Helmen auf die Konfrontation vorbereitet.

Nach dem Aus für das Auslieferungsgesetz fußen die Proteste zunehmend auf allgemeinerem Unmut. Die Demonstranten beklagen, dass sich die nicht-demokratisch gewählte Regierung nicht um die Sorgen der Bürger kümmere.

Auseinandersetzungen bei Protesten in Hongkong
tagesschau 09:00 Uhr, 15.07.2019

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Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 14. Juli 2019 um 12:00 Uhr.

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