Eine Giraffe im Krüger Nationalpark in Südafrika | Ralph Sartor, tagesschau.de

Vom Aussterben bedroht Giraffe auf der Roten Liste

Stand: 08.12.2016 12:10 Uhr

Weil die Anzahl der Tiere in den vergangenen Jahren immer weiter gesunken ist, haben Tierschützer die Giraffe auf die Rote Liste der vom Aussterben gefährdeten Arten gesetzt. Grund für den Schwund ist, dass ihr Lebensraum immer kleiner werde.

Tierschützer haben die Giraffe auf die Rote Liste der vom Aussterben bedrohten Arten gesetzt. Ihre Population sei in den vergangenen 30 Jahren um bis zu 40 Prozent gesunken, teilte die Weltnaturschutzunion IUCN mit. Während 1985 noch 163.000 Tiere gezählt wurden, waren es 2015 nur noch 97.000.

Das liege vor allem daran, dass die Tiere immer weniger Lebensraum hätten und illegal gejagt würden. Zudem trügen Unruhen in den Verbreitungsgebieten der Giraffe - im Süden und Osten Afrikas - zum Schwund bei.

"Ausmaß des Artensterbens größer als gedacht"

Auf der UN-Artenschutzkonferenz im mexikanischen Cancún stellte die IUCN ihre neue Rote Liste vor. Daraus geht außerdem hervor, dass von rund 740 in jüngster Zeit entdeckten Vogelarten elf Prozent vom Aussterben bedroht sind. Viele Arten würden schon verschwinden, bevor man sie überhaupt näher beschreiben könnte, sagte IUCN-Chefin Inger Andersen. 13 der jüngst entdeckten Vogelarten seien bereits ausgestorben. Die meisten davon sind vor allem Experten ein Begriff.

"Wir erleben derzeit das größte globale Artensterben seit dem Ende der Dinosaurier - und der Mensch ist die Ursache", sagte der Vorstand der Naturschutzorganisation WWF Deutschland, Eberhard Brandes. Bevölkerungswachstum und wirtschaftlicher Wohlstand dürfe nicht zulasten natürlicher Ökosysteme gehen. Insgesamt wurden bislang 85.604 Tier- und Pflanzenarten für die Rote Liste der IUCN untersucht. 24.307 davon sind bedroht.

Über dieses Thema berichteten die tagesschau am 08. Dezember 2016 um 09:00 und 12:00 Uhr sowie tagesschau24 um 10:00 und 11:00 Uhr.