Französische Soldaten auf einer Patrouille in Mali.  | Bildquelle: AFP

Geberkonferenz für Sahel-Zone Mehr Geld für Anti-Terror-Truppe

Stand: 24.03.2018 11:37 Uhr

Die internationale Gemeinschaft stockt die Hilfe für die neue Militärtruppe zur Terror- und Schleuserbekämpfung in der Sahel-Zone auf 414 Millionen Euro auf. Auch, um die Migration in die EU einzudämmen.

Von Kai Küstner, ARD-Studio Brüssel

Auch wenn es auf den ersten Blick nicht so scheinen mag: Das Schicksal Europas und das Schicksal der Sahel-Länder sind unvermeidlich miteinander verknüpft. Das war die Botschaft, die von der Geberkonferenz in Brüssel ausging. Mahamadou Issoufou, Präsident des Staates Niger, kleidete das in diese Worte: "Den Kampf, den wir gegen den Terrorismus führen, führen wir nicht nur für uns, sondern für die ganze Welt."

Dass sie für diesen Kampf Hilfe erwarten, daraus machen die Länder am Rande der Sahara kein Geheimnis. Genauso wenig haben die Europäer Probleme damit, zu erläutern, dass sie diese Unterstützung durchaus nicht uneigennützig leisten. "Wir haben es mit einer Herausforderung zu tun, die nicht nur die Menschen vor Ort, sondern auch uns Europäer betrifft", befand die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini.

Geberkonferenz debattiert über Terror- und Schleuserbekämpfung in der Sahel-Zone
tagesschau24 12:00 Uhr, 23.02.2018

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Durchgangsroute für Migranten

In der Wüstenregion rund um den Krisenstaat Mali blüht der Drogen- und Waffenschmuggel, gleichzeitig bilden die Länder die Hauptdurchgangsroute für Flüchtlinge und Migranten, die sich nach Europa durchzuschlagen versuchen. "Wir können diese illegale Migration nicht erst in Libyen bekämpfen", erklärte Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Eine rund 5000 Mann starke Eingreiftruppe soll dabei helfen, die Probleme in den Griff zu bekommen. Sie wurde gebildet aus Rekruten der fünf Sahelstaaten Mali, Burkina Faso, Niger, Mauretanien und Tschad. Sie sollen den Kampf aufnehmen gegen Terrorgruppen wie Boko Haram, Al-Kaida-Ableger und andere islamistische Extremisten. Und dabei genauso grenzübergreifend operieren wie diejenigen, gegen die sie vorgehen.

Sabine Bohland, ARD Nairobi, mit Einschätzungen zur G5-Truppe
tagesschau24 14:15 Uhr, 23.02.2018

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Hilfen deutlich aufgestockt

Pünktlich zum Beginn der Konferenz verkündete die EU, dass sie ihre Unterstützung für die Truppe von 50 auf 100 Millionen Euro verdoppelt. Insgesamt stockt die internationale Gemeinschaft ihre Hilfe deutlich auf 414 Millionen Euro auf.

"Hier haben wir heute einen entscheidenden Fortschritt erzielt. Die Eingreiftruppe ist jetzt im Aufbau begriffen und die Finanzierung nimmt Gestalt an", sagte Merkel, die nach dem Treffen gemeinsam mit dem französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron und dem italienischen Regierungschef Paolo Gentiloni vor die Presse trat.

Insbesondere Deutschland, Frankreich und Italien hatten die Pläne für die Eingreiftruppe innerhalb der EU gemeinsam vorangetrieben: Wenn die Sahel-Staaten selbst für ihre Sicherheit sorgen könnten, sei das die beste Lösung, heißt es von Seiten der Befürworter.

Korrupte Militärs eher Teil des Problems?

Kritiker geben hingegen zu bedenken, dass korrupte Militärs in der Region oft eher Teil des Problems denn der Lösung seien. Der Entwicklungsexperte Francisco Mari von "Brot für die Welt" sagte dem ARD-Studio Brüssel: Dass jetzt auf einmal auf Druck der EU Grenzposten in der Region entstanden seien, um die Migration einzudämmen, könne am Ende den gegenteiligen Effekt haben, weil es den Handel zwischen den Staaten hemme und so wieder für mehr Unsicherheit sorge.

Der Lage vor Ort mit einer Bevölkerung, die mit Menschenhandel, Terror und Klimawandel zu kämpfen hat, ist sich die EU allerdings sehr wohl bewusst. "Konflikte und Krisen haben dafür gesorgt, dass fünf Millionen Menschen heimatlos geworden sind", mahnte EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker. Er folgert daher genau wie die deutsche Kanzlerin: Um wirksam illegale Migration zu bekämpfen, brauche man sowohl Sicherheit als auch Entwicklung.

Die Bundesregierung, erklärte Merkel, würde in den Jahren 2017 bis 2020 insgesamt 1,7 Milliarden Euro für die Sahel-Staaten ausgeben. Denn klar ist: Letztlich verbindet sich mit dem Wunsch nach mehr Stabilität von Seiten der Europäer auch die Hoffnung, die Staaten am Rande der Sahara würden dann künftig weniger Verzweifelte in Richtung Norden, also in Richtung EU, schleusen.   

Sahel-Konferenz: Mehr Geld für Anti-Terror-Truppe
Kai Küstner, ARD Brüssel
23.02.2018 13:36 Uhr

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Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 23. Februar 2018 um 15:00 Uhr.

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