Eine Tafel vor dem Eiffelturm zeigt an, dass das Pariser Wahrzeichen geschlossen ist. | Bildquelle: AP

Proteste in Frankreich Eiffelturm wegen Streiks geschlossen

Stand: 17.12.2019 13:30 Uhr

Bevor Regierung und Gewerkschaften morgen über die umstrittenen Rentenpläne verhandeln, wird heute noch einmal landesweit gestreikt. Betroffen sind auch Touristen. So bleibt der Pariser Eiffelturm zu.

In Frankreich finden zum dritten Mal in diesem Monat landesweite Streiks und Proteste gegen die geplante Rentenreform statt. Zug- und Flugreisende sind von Ausfällen und massiven Verspätungen betroffen. In Paris und anderen Städten gibt es Großkundgebungen und Demonstrationen. 

In der Hauptstadt standen am Morgen die meisten Metrolinien still, es verkehrten nur wenige Vorortzüge und Busse. Bei der Bahn und in Paris ist es bereits der 13. Streiktag in Folge. Pendler quälten sich erneut durch ein Verkehrschaos.

Streik aller Gewerkschaften gegen umstrittene Rentenreform in Frankreich
tagesschau 17:00 Uhr, 17.12.2019, Torsten Beermann, ARD Paris

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Kein Blick vom Eiffelturm

Touristen müssen ebenfalls Einschränkungen hinnehmen: Die Angestellten des Eiffelturms legten ihre Arbeit nieder - das Wahrzeichen bleibt geschlossen. Der Vorplatz sei aber geöffnet, wie die Pressestelle des weltberühmten Wahrzeichens auf Twitter schrieb. Auch einige Museen können nicht besucht werden.

Lehrer, Ärzte und Anwälte traten in den Ausstand. Schulunterricht fiel aus, Prüfungen wurden abgesagt. Auch Krankenschwestern und Apotheker streikten. Krankenhäuser sprachen Zwangsverpflichtungen aus, um die wichtigsten Behandlungen sicherzustellen.

Demonstrationszug im französischen Nantes während eines landesweiten Streiks gegen die Rentenreform | Bildquelle: AFP
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Auch im französischen Nantes wurde demonstriert.

Erstmals Aufruf aller Gewerkschaften

Zu den landesweiten Aktionen haben erstmals alle Gewerkschaften gemeinsam aufgerufen. Sie wollen damit vor geplanten neuen Verhandlungen mit Regierungschef Edouard Philippe morgen den Druck erhöhen. Die größte französische Gewerkschaft CFDT appellierte an die Regierung, auf die faktische Erhöhung des Renteneintrittsalters von bisher 62 auf 64 Jahre zu verzichten und stattdessen die Rentenbeiträge für alle zu erhöhen.

Haushaltsminister Gérald Darmanin lehnte dies ab. Eine Beitragserhöhung bedeute weniger Kaufkraft für die Angestellten und höhere Abgaben für die Firmen. "Es würde die Wirtschaft abwürgen", sagte er dem Sender BFM-TV.

Die zweitgrößte Gewerkschaft CGT will dagegen erreichen, dass die Regierung die Rentenreform vollständig zurückzieht. Sie droht andernfalls mit Streiks über Weihnachten.

Vereinheitlichung des Rentensystems geplant

Mit der Reform will die Regierung das Rentensystem vereinheitlichen. Derzeit ist es zersplittert in 42 Renten-Einzelsysteme, von denen einige zahlreiche Sonderrechte und Privilegien mit sich bringen. Es soll auch Anreize geben, länger zu arbeiten.

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