Die Feuerwehr kämpft gegen die verheerenden Waldbrände in Kalifornien. | Bildquelle: AFP

Waldbrände in Kalifornien Wetterdienst warnt vor noch größeren Feuern

Stand: 28.10.2019 14:40 Uhr

Die verheerenden Waldbrände in Kalifornien toben weiter. Trockene Luft und starke Winde erschweren die Löscharbeiten. Der Wetterdienst warnt vor einer Ausweitung.

Die seit Tagen wütenden Waldbrände fressen sich weiter durch Kalifornien. Hunderttausende Menschen mussten ihre Häuser verlassen, mehrere Dutzend Häuser wurden zerstört. Der Nationale Wetterdienst warnte vor anhaltenden gefährlich starken Winden bei trockener Luft. Diese gefährliche Kombination könnte zu einer schnellen Ausweitung der Brände führen, hieß es weiter.

Am verheerendsten sei derzeit das "Kincade"-Feuer in Sonoma County, einer Weinbauregion rund 120 Kilometer nördlich von San Francisco, teilten die Behörden mit. Die Flammen breiteten sich auf einer Fläche von mehr als 100 Quadratkilometern aus. Knapp 185.000 Menschen waren aufgerufen, ihre Häuser zu verlassen. Der Brand zerstörte mindestens 94 Gebäude. Mehr als 2800 Helfer waren im Einsatz.

Starke Winde erschweren die Löscharbeiten für die Feuerwehr. | Bildquelle: AP
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Starke Winde erschweren die Löscharbeiten für die Feuerwehr.

Todesopfer durch Starkwinde

In Südkalifornien wütete das "Tick"-Feuer" nahe der Stadt Santa Clarita. 40.000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen, viele konnten nach kurzer Zeit wieder zurückkehren. Bei dem Brand rund 50 Kilometer nördlich von Los Angeles wurden bislang 16 Gebäude zerstört und 18 weitere beschädigt. Rund 10.000 Bauwerke gelten weiterhin als gefährdet. Mehr als 900 Helfer waren Sonntagabend zur Bekämpfung dieses Feuers im Einsatz.

In Santa Cruz wurde eine Frau bei Starkwinden von einem herabgefallenen Baum erschlagen, wie die Behörden mitteilten. Ein Mann trug dabei Verletzungen an seiner Hüfte und seinem Brustkorb davon. Beamte fanden die Opfer in einem abgelegenen Teil eines Parks vor, wie ein Polizeisprecher ergänzte.

Seit dem frühen Morgen bedroht nun auch noch das "Getty"-Feuer den Norden der Millionenmetropole Los Angeles. Laut CNN wohnen in dem Gebiet viele Prominente.

Im mexikanischen Bundesstaat Baja California wüten ebenfalls Brände. Am stärksten betroffen war die Gemeinde Ensenada an der Pazifikküste, wie Mexikos Zivilschutzbehörde mitteilte. Am Freitag waren bei Bränden in der Region drei Menschen ums Leben gekommen, vier wurden verletzt. Hunderte Soldaten waren zur Brandbekämpfung im Einsatz.

Waldbrände: Kaliforniens Regierung ruft den Notstand aus
tagesschau 20:00 Uhr, 28.10.2019, Jan-Philipp Burgard, ARD Washington

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Gouverneur ruft Notstand aus

Der kalifornische Gouverneur Gavin Newsom rief den Notstand aus. Die Behörden stellten "jede verfügbare Ressource" bereit, um auf die Buschfeuer zu reagieren, erklärte er.

Der Energierversorger Pacific Gas & Electric (PG&E) hatte vorsorglich den Strom für fast eine Million Haushalte abgeschaltet. 940.000 Kunden müssen den Angaben zufolge bis Montag ohne Elektrizität auskommen, 90.000 mehr als geplant. Bei den starken Winden droht die Gefahr, dass Strommasten umstürzen oder Äste Leitungen abreißen und so Feuer auslösen.

Newsom warf PG&E vor, die Blackouts seien das Ergebnis von "jahrelanger Gier, jahrelangem Missmanagement". Der Versorger habe es versäumt, seine Anlagen zu modernisieren und sicherer zu machen, etwa durch Investitionen in unterirdische Kabel. Der Gouverneur kündigte an, das Unternehmen für die wirtschaftlichen Schäden und für die Kosten zur Kasse zu bitten.

Über dieses Thema berichtete B5 aktuell am 28. Oktober 2019 um 07:11 Uhr.

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