Einsatzkräfte nach Paketenfunden in Australien | Bildquelle: JAMES ROSS/EPA-EFE/REX

Australien Festnahme nach Fund verdächtiger Pakete

Stand: 10.01.2019 01:45 Uhr

Die Gebäude mehrerer Auslandsvertretungen in Australien mussten evakuiert werden, nachdem dort verdächtige Päckchen gefunden worden waren. Nun wurde ein Mann festgenommen. Der Inhalt der Pakete wird weiter geprüft.

Nach dem Fund verdächtiger Päckchen in Botschaften und Konsulaten in Australien haben die Ermittler einen Verdächtigen gefasst. Der 48-Jährige wurde in der Nacht zum Donnerstag in seiner Wohnung festgenommen und soll bald vor Gericht erscheinen, wie die Polizei mitteilte. Ihm drohen demnach bis zu zehn Jahre Gefängnis für den Versand gefährlicher Stoffe mit der Post.

Der Festgenommene soll für den Versand von 38 Päckchen verantwortlich sein, die an Ländervertretungen in den Millionenmetropolen Melbourne und Sydney sowie in der Hauptstadt Canberra geschickt worden seien. Darin sei eine Substanz - früheren Angaben zufolge handelte es sich um ein verdächtiges weißes Pulver - enthalten gewesen, deren genaue Zusammensetzung noch geprüft werde. Bislang seien 29 dieser Päckchen sichergestellt worden, hieß es.

Mehrere Gebäude evakuiert

Eine Gefahr für die Öffentlichkeit bestehe nicht. Betroffen waren unter anderem diplomatische Vertretungen Frankreichs, Indiens und der Schweiz. Sicherheitshalber wurden mehrere Gebäude evakuiert und geschlossen. Zunächst hatte es geheißen, auch beim deutschen Konsulat in Melbourne sei ein Päckchen abgegeben worden. Das Auswärtige Amt dementierte dies jedoch.

Über dieses Thema berichteten am 10. Januar 2019 Deutschlandfunk um 11:00 Uhr und NDR Info um 11:15 Uhr jeweils in den Nachrichten.

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