Ein Mann steht im Dorf Mesochori vor Trümmern eines Hauses, das bei einem Erdbeben beschädigt wurde. | dpa

Griechenland Mehrere Verletzte bei starkem Erdbeben

Stand: 03.03.2021 22:07 Uhr

Ein Erdbeben der Stärke sechs hat Griechenland erschüttert - zahlreiche Nachbeben folgten. Mehrere Menschen wurden verletzt, Todesopfer gibt es keine. Das Militär stellte Zelte für diejenigen auf, deren Häuser beschädigt wurden.

Ein starkes Erdbeben hat den Norden Griechenlands erschüttert. Das Athener Observatorium für Geodynamik teilte mit, das Epizentrum des Bebens der Stärke 6,0 habe 238 Kilometer nördlich von Athen in der Region der Kleinstadt Tyrnavos gelegen.

Tausende Einwohner rannten auf die Straßen, wie das Staatsfernsehen ERT und Nachrichtenportale der betroffenen Regionen berichteten.

Der Erdstoß war auf dem gesamten Festland Griechenlands zu spüren, auch in Athen. Es gab zahlreiche Nachbeben, eines erreichte die Stärke 5,7.

Keine Todesopfer, mehrere Verschüttete

Wie Polizei und Feuerwehr am Abend bestätigten, gab es keine Todesopfer. Zahlreiche Häuser in zwei Dörfern in der Nähe von Tyrnavos seien jedoch schwer beschädigt worden. Sechs Menschen wurden aus den Trümmern gerettet. Sie seien aber nicht schwer verletzt, so der Rettungsdienst. Das Militär schlug am Abend Zelte auf, um Menschen ein Obdach zu bieten, deren Häuser beschädigt wurden.

"Das Beben war sehr stark und es hat lang gedauert", sagte der Regionalgouverneur Kostas Agorastos im Staatsfernsehen. Alle Schulen werden ihm zufolge am Donnerstag geschlossen bleiben.

Erdbeben sind in Griechenland keine Seltenheit, denn das Land liegt auf mehreren Verwerfungslinien. Da sich die Beben aber häufig im Meer ereignen, gibt es nur selten Tote oder große Schäden.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 03. März 2021 um 22:00 Uhr.