Wegen des Drohnenalarms in Gatwick sind Tausende Passagiere auf dem Airport gestrandet. | Bildquelle: AP

Airport London-Gatwick Drohnenalarm - Ermittler unter Druck

Stand: 22.12.2018 01:39 Uhr

Erneut musste der Flugverkehr in Gatwick am Abend wegen einer Drohne vorübergehend eingestellt werden. Hunderttausende Passagiere sind von den Ausfällen betroffen. Wer die Drohnen lenkt, ist weiter unklar.

Der Flughafen London-Gatwick hat am Freitagabend erneut seinen Betrieb wegen Drohnenalarms zeitweise einstellen müssen. Es habe tatsächlich eine bestätigte Drohnensichtung gegeben, sagte eine Flughafensprecherin auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Die Maßnahmen des Militärs seien ausreichend, um die Sicherheit zur gewährleisten.

Wer hinter den gezielten Störaktionen steckt, ist weiter unklar. Die Ermittler haben aber bereits Personen im Visier, die zu den Vorfällen befragt werden sollen. Ob damit Verdächtige oder nur mögliche Zeugen gemeint sind, blieb unklar. Bei den Störaktionen handle es sich um "hochkriminelles Verhalten", sagte ein Polizeisprecher der BBC. Von einem terroristischen Hintergrund gehen die Behörden bislang nicht aus. Es gebe auch keine Hinweise darauf, dass ein Staat hinter den Drohnenflügen stecke, so der Sprecher.

Erneut Sperrung nach Drohnensichtung
tagesschau 20:00 Uhr, 21.12.2018, Gabor Halasz, ARD London

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Insgesamt sind etwa 150.000 Passagiere von Betriebsunterbrechungen seit Mittwochabend betroffen. Am Donnerstag war der zweitgrößte Airport in Großbritannien fast den ganzen Tag komplett stillgelegt gewesen. Dutzende Male waren Drohnen gesichtet worden. Auf dem Flughafen herrschten teils chaotische Zustände. Ankommende Maschinen mussten umgeleitet werden und teils hunderte Kilometer entfernte Airports wie Amsterdam und Paris ansteuern. Der Verkehrsminister lockerte die Nachtflugverbote an anderen Flughäfen, um das Verkehrsaufkommen durch dorthin umgeleitete Flieger zu bewältigen.

Militär sorgt für Sicherheit

Die Einsatzkräfte konnten die Störmanöver trotz eines großen Polizeieinsatzes mit Hubschrauber, Scharfschützen und Spezialgerät der Armee zunächst nicht unterbinden. Auch der Einsatz von Scharfschützen zum Abschuss der Drohnen war erwogen worden, aber: Die Gefahr durch fehlgeleitete Geschosse sei zu groß, sagte der britische Verkehrsminister Chris Grayling.

Bis zu fünf Jahre Haft

Die Drohnen wurden als "industriell" eingestuft. Nach britischem Recht ist es verboten, im Umkreis von einem Kilometer um einen Flughafen eine Drohne aufsteigen zu lassen. Bei Verstößen drohen bis zu fünf Jahre Haft.

Der Flughafen Gatwick liegt etwa 45 Kilometer südlich von London und ist mit 43 Millionen Passagieren im Jahr der zweitgrößte Flughafen Großbritanniens.

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