Passanten vor dem Gebäude der Los Angeles Times | Bildquelle: MIKE NELSON/EPA-EFE/REX

Los Angeles Cyberattacke legt US-Zeitungen lahm

Stand: 30.12.2018 15:13 Uhr

Ein Cyberangriff auf ein Verlagshaus hat am Morgen den Druck mehrerer US-Zeitungen verzögert. Ausgaben kamen zu spät oder gar nicht an. Betroffen waren auch das "Wall Street Journal" und die "New York Times".

Wegen einer Cyberattacke auf das Computersystem eines Verlagshauses haben zahlreiche Zeitungsleser in den USA ihre Samstagsausgabe verspätet oder überhaupt nicht erhalten. Betroffen waren US-Medienberichten zufolge Zeitungen wie die "Los Angeles Times" und der "San Diego Union Tribune" in Kalifornien sowie die Westküstenausgaben des "Wall Street Journal" und der "New York Times". Sie alle nutzen demnach dieselbe Druckerei in Los Angeles.

Die Probleme verzögerten sowohl den Druck als auch die Auslieferung der Blätter. Das Medienunternehmen Tribune Publishing hatte den Berichten zufolge bereits am Freitag Schadsoftware ("Malware") auf seinen Servern entdeckt.

Angriff aus dem Ausland?

Weitere Details zu Ursprung oder Motiv des Angriffs sind noch nicht bekannt. Die Cyberattacke sei möglicherweise von außerhalb der USA gekommen, berichtete die "Los Angeles Times" unter Berufung auf eine anonyme Quelle. Es sei aber noch zu früh, Genaueres zu sagen. "Wir glauben, dass die Attacke die Infrastruktur blockieren sollte, genauer gesagt die Server", sagte der Informant demnach. Es sei aber nicht darum gegangen, Informationen zu stehlen.

Eine Sprecherin von Tribune Publishing konnte den Verdacht, dass die Attacke aus dem Ausland kam, laut dem Sender CNN zunächst nicht bestätigen.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 30. Dezember 2018 um 15:00 Uhr.

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