Rettungskräfte sind in der nordwestlichen Provinz Gansu in China im Einsatz. | AFP

Unwetter in China Mindestens 21 Tote bei Ultramarathon

Stand: 23.05.2021 08:36 Uhr

Bei einem Ultramarathon in China sind mindestens 21 Teilnehmer gestorben. Die Läufer gerieten in ein Unwetter, einige verirrten sich in dem steilen Gelände. Mehr als 700 Rettungskräfte waren im Einsatz.

Bei einem 100-Kilometer-Lauf in China sind nach offiziellen Angaben mindestens 21 Menschen gestorben. Als Ursache wird ein plötzlicher Temperatursturz im Gebirge angegeben. Während des Ultramarathons in der nordwestlichen Provinz Gansu sei ein Unwetter mit starkem Hagel und Eisregen hereingebrochen, erklärte die Stadtverwaltung von Baiyin.

Die 172 Teilnehmer erlebten etwa 20 bis 30 Kilometer nach dem Start einen schweren Wetterumschwung, die Temperaturen sanken innerhalb kürzester Zeit drastisch. Der Sturm habe selbst wärmende Decken aus mitgeführter Notfallausrüstung der teils nur in Shorts und T-Shirts bekleideten Läufer einfach weggeweht, berichteten Staatsmedien.

"Einige sind bewusstlos"

Viele Läufer verirrten sich in dem steilen Gelände, brachen unterkühlt und entkräftet zusammen. Über Handy riefen Teilnehmer verzweifelt um Hilfe. "Kommt in die Berge, um die Leute zu retten", schrieb einer in einer Textnachricht. "Zu viele frieren und haben sich verlaufen." Auch wurde berichtet: "Einige sind bewusstlos". In den Hilferufen hieß es zudem: "Es ist tragisch".

Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua waren mehr als 700 Rettungskräfte im Einsatz. Der Ultramarathon fand im Steinwald am Gelben Fluss statt, einer für ihre Steinformationen berühmten Berglandschaft. Die Provinz Gansu grenzt an die Mongolei.

Über dieses Thema berichteten am 23. Mai 2021 die tagesschau um 09:55 Uhr und tagesschau24 um 10:00 Uhr.