Die Kombination aus dem Kernmodul "Tianhe" der chinesischen Raumstation und der Langer-Marsch-5B-Y2-Rakete startet von der Wenchang Spacecraft Launch Site in der südchinesischen Provinz Hainan. | dpa

Rakete gestartet China bringt Modul für Raumstation ins All

Stand: 29.04.2021 08:31 Uhr

China treibt den Bau seiner eigenen Weltraumstation voran: Eine Rakete hat das Kernmodul "Tianhe" ins All gebracht. Die Station soll bis Ende 2022 fertig werden.

Von Steffen Wurzel, ARD-Studio Shanghai

Um kurz vor halb sechs deutscher Zeit hob die riesige Trägerrakete im Süden von China ab. An Bord: ein erstes Raumstationsmodul namens "Tianhe", was übersetzt werden kann mit "himmlische Harmonie" oder "Harmonie des Himmels".

Steffen Wurzel ARD-Studio Shanghai

"Tianhe" ist das Kernmodul der künftigen chinesischen Raumstation. Es sorgt für den Antrieb und die Stromversorgung im All und bietet Platz für bis zu drei Taikongren - das ist der chinesische Name für Astronaut beziehungsweise Astronautin. Zunächst aber wird "Tianhe" unbemannt um die Erde kreisen.

Station soll bis Ende 2022 fertig werden

In den nächsten Monaten und Jahren will Chinas Raumfahrtbehörde dann weitere Teile in die Umlaufbahn schicken, die ans "Tianhe"-Kernmodul angedockt werden. Bis Ende 2022 soll die chinesische Raumstation vollständig ausgebaut sein. Sie wird dann aussehen wie ein riesiges T.

Chinas Raumstation wird zwar deutlich kleiner ausfallen als die Internationale Raumstation ISS, an der auch Deutschland beteiligt ist. Aber: Mit dem Bau einer eigenen Forschungsstation in der Erdumlaufbahn unterstreicht Chinas Staats- und Parteiführung ihre Ambitionen in Sachen Raumfahrt.

Parallel zum jetzt gestarteten Projekt Raumstation laufen gerade auch unbemannte chinesische Mond- und Marsmissionen.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 29. April 2021 um 09:00 Uhr.