Joe Biden | AP

Biden zu Feier in Corona-Zeiten Amtseinführung eine Nummer kleiner

Stand: 05.12.2020 08:20 Uhr

Am 20. Januar wird Joe Biden ins Amt als US-Präsident eingeführt. Die Veranstaltung lockt traditionell Zehntausende Menschen nach Washington. Das dürfte dieses Mal anders werden, kündigte Biden an.

Die USA verzeichnen weiter hohe Corona-Zahlen - täglich sterben mehr als 2500 Menschen an Covid-19. Schon jetzt arbeitet der designierte US-Präsident Joe Biden an einer Strategie gegen die Pandemie. Nun machte der demokratische Politiker klar: Wegen der vielen Neuinfektionen wird auch seine Amtseinführung am 20. Januar kleiner ausfallen.

Es sei "höchst unwahrscheinlich", dass eine Million Menschen der Zeremonie beiwohnen werden, sagte Biden bei einer Pressekonferenz in Wilmington. "Zuallererst ist es mein Ziel, Amerika zu schützen und den Menschen dennoch zu erlauben zu feiern." Biden sagte, es könnte wie im Fall des Parteitags seiner Demokraten im Sommer eine virtuelle Veranstaltung geben.

Er könne aber noch nicht genau sagen, wie die Amtseinführung am Ende aussehen werde. Derzeit liefen dazu Gespräche mit führenden Kongressmitgliedern.

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Obama und Biden bei der Amtseinführung 2009.

Die Familie des künftigen US-Präsidenten Obama und die des Vizepräsidenten Biden beim Konzert "We are One" | null

Damals zog Biden als Vize ins Weiße Haus ein.

1,8 Millionen Menschen bei Obamas Amtseinführung

Neue US-Präsidenten legen traditionell im Januar nach der Wahl vor dem Kapitol, dem Parlamentsgebäude in der Hauptstadt Washington, feierlich ihren Amtseid ab. Die erste Amtseinführung von Barack Obama, bei der Biden als Vizepräsident vereidigt wurde, lockte 2009 mehr Zuschauer als jede andere Veranstaltung zuvor nach Washington. Damals kamen etwa 1,8 Millionen Menschen. Bei Donald Trump waren es 2017 deutlich weniger, auch wenn er danach das Gegenteil behauptete.

Biden hat in der Corona-Pandemie äußerste Vorsicht an den Tag gelegt. Die Ausbreitung des Virus ist in den USA weiterhin außer Kontrolle. Nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität sind bereits mehr als 14,3 Millionen Infektionen seit Beginn der Pandemie nachgewiesen worden. Die Zahl der Toten nähert sich 280.000.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 05. Dezember 2020 um 13:00 Uhr.