Wachleute stehen an der Unfallstelle in der Nähe der Haltestelle Castellgali. | Bildquelle: SUSANNA SAEZ/EPA-EFE/REX

Eine Tote, viele Verletzte Schweres Zugunglück bei Barcelona

Stand: 08.02.2019 21:50 Uhr

Erneut ist es in Katalonien zu einem Zugunglück gekommen: Beim Zusammenstoß zweier Pendlerbahnen wurde eine Fahrerin getötet, es gab zahlreiche Verletzte. Warum die Züge auf dem selben Gleis unterwegs waren, ist unklar.

Bei einem Frontalzusammenstoß zweier Pendlerbahnen in der Nähe von Barcelona ist eine 26 Jahre alte Lokführerin ums Leben gekommen. Weitere 95 Menschen wurden laut dem Zivilschutz von Katalonien bei dem Unfall verletzt, drei davon schwer.

Das Unglück ereignete sich zwischen den Gemeinden Sant Vicenç de Castellet und Manresa knapp 50 Kilometer nordwestlich von Barcelona. Einige Verletzte seien in umliegende Krankenhäuser gebracht worden, berichteten Medien unter Berufung auf die Behörden. Feuerwehr, Polizei und Ärzte waren im Einsatz, um den Betroffenen zu helfen. Mehr als 100 Passagiere seien mit den Schrecken davongekommen, so der Zivilschutz. Der Zugverkehr wurde unterbrochen.

Ursache noch ungeklärt

Der eine Zug war auf dem Weg nach Manresa, der andere nach Barcelona. Warum sie auf dem selben Gleis fuhren, war zunächst nicht geklärt. Ein Sprecher der Regionalregierung sagte aber: "Alles deutet auf ein Signalproblem hin."

Es ist bereits das dritte Zugunglück in der Region innerhalb von gut eineinhalb Jahren. Erst vorigen November war ein Fahrgast ums Leben gekommen, als ein Zug der katalanischen S-Bahngesellschaft Rodalies zwischen Terrassa und Manresa aus den Gleisen sprang. Es gab fast 50 Verletzte. Bei einem weiteren Zugunfall in Barcelona wurden im Sommer 2017 mehr als 50 Menschen zum Teil schwer verletzt. Damals krachte eine S-Bahn im Bahnhof França im Zentrum der Metropole gegen einen Prellbock am Bahnsteigende.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 09. Februar 2019 um 04:49 Uhr.

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