Rettungskräfte an der Absturzstelle | Bildquelle: AFP

Flugzeugabsturz in Äthiopien Vermutlich Deutsche unter den Todesopfern

Stand: 10.03.2019 19:43 Uhr

Unter den 157 Insassen, die bei einem Flugzeugabsturz in Äthiopien ums Leben gekommen sind, könnten auch Deutsche sein. Davon geht das Auswärtige Amt aus.

An Bord des abgestürzten Flugzeugs in Äthiopien waren nach Angaben der Fluggesellschaft fünf Deutsche. Dies geht aus einer Aufstellung hervor, die Ethiopian Airlines auf Twitter veröffentlichte. Das Auswärtige Amt teilte mit, es gehe davon aus, dass auch Deutsche unter den Opfern sein könnten. Die Behörde dementierte jedoch zuvor gemeldete Berichte darüber, eine Bestätigung über die ums Leben gekommenen Deutschen gegeben zu haben. "Das Auswärtige Amt und die Botschaft Addis Abeba stehen mit Ethiopian Airlines und den äthiopischen Behörden in engem Kontakt, um dazu schnellstmöglich gesicherte Informationen zu erhalten", teilte das Ministerium mit, ohne eine genaue Zahl zu nennen.

Auch drei Österreicher waren an Bord der Maschine, die auf dem Weg von Addis Abeba nach Nairobi in Kenia abstürzte.

Bei dem Flugzeugabsturz waren am Vormittag alle 157 Insassen gestorben. Sechs Minuten nach dem Start von der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba sei das Flugzeug verunglückt, teilte die Fluggesellschaft mit. Die um 8.38 Uhr gestartete Boeing sei in der Nähe von Bishoftu, etwa 50 Kilometer südlich von Addis Abeba, abgestürzt.

Flugzeugabsturz in Äthiopien: Auch Deutsche unter den Opfern
tagesschau 20:00 Uhr, 10.03.2019, Caroline Imlau, ARD Nairobi

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Maschine erst im November übernommen

Über die Unglücksursache war zunächst nichts bekannt. Nach Angaben von Airline-Chef Tewolde Gebremariam meldete der Pilot Probleme und bat um Erlaubnis, nach Addis Abeba zurückzukehren. Die Flugsicherung habe die Freigabe dafür erteilt, sagte der Airline-Chef vor Journalisten am Unglücksort. Laut des Flugportals "Flightradar24" schwankte die Geschwindigkeit während des Steigflugs.

Nach Angaben Tewoldes übernahm Ethiopian die Maschine des Typs Boenig 737-8 MAX am 15. November 2018. Seither habe sie über 1200 Flugstunden absolviert. Technische Probleme seien nicht verzeichnet, und der Pilot habe eine ausgezeichnete Flugbilanz gehabt. Am Morgen sei die Maschine aus Johannesburg gekommen.

Karte: Äthiopien und Kenia
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Die Maschine war auf dem Weg von Addis Abeba nach Nairobi.

Zahlreiche Europäer an Bord

Die Airline bestätigte, dass 149 Passagiere und acht Besatzungsmitglieder an Bord gewesen seien. Die Insassen hätten 35 verschiedene Nationalitäten gehabt, darunter waren auch zahlreiche Europäer: Auf der Passagierliste standen neben den Deutschen und Österreichern auch acht Italiener, je sieben Franzosen und Briten, vier Slowaken, drei Schweden, jeweils zwei Spanien und zwei Polen sowie ein Belgier, ein Norweger und ein Serbe.

Auch 18 Kanadier und jeweils acht Amerikaner und Chinesen waren nach Behördenangaben an Bord.

Absturzstelle der Boeing Boeing 737 Max 8 der Ethiopian Airlines: CEO Tewolde Gebremariam betrachtet ein Trümmerteil | Bildquelle: AP
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Absturzstelle der Boeing. Ethiopian-Airlines-CEO Tewolde Gebremariam betrachtet ein Trümmerteil.

Zweiter Vorfall mit einer Boeing 737-8 MAX

Es ist bereits der zweite Absturz einer Maschine dieses erst seit 2017 ausgelieferten Boeing-Modells binnen fünf Monaten. Am 29. Oktober 2018 war ein Jet von Lion Air kurz nach dem Start in Jakarta ins Meer gestürzt. Die indonesische Airline hatte die Maschine erst im August 2018 übernommen. Einem vorläufigen Untersuchungsbericht zufolge hatten die Piloten immer wieder versucht, einen automatisch eingeleiteten Sinkflug abzufangen und den Jet nach oben zu ziehen. Bei dem Unglück kamen 189 Menschen ums Leben.

Flugverbindungen in die ganze Welt

Ethiopian Airline gilt als zuverlässige Fluggesellschaft. Sie bietet weltweite Verbindungen, auch nach Frankfurt am Main, München, London, New York, Bangkok und Dubai. Es ist allerdings nicht das erste tödliche Unglück der äthiopischen Fluggesellschaft: Am 25. Januar 2010 stürzte unter anderem eine Boeing 737-800 der Airline vor der libanesischen Küste ins Mittelmeer, die 90 Insassen starben.

Im November 1996 wurde eine Maschine der Airline entführt. Sie war ebenfalls auf dem Weg von Addis Abeba nach Nairobi. Die Entführer forderten trotz zu geringer Treibstoffmenge nach Australien geflogen zu werden. Der Kapitän entschloss sich zu einer spektakulären Notwasserung vor den Komoren, um möglichst viele Passagiere zu retten. 125 Insassen starben, rund 50 überlebten.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 10. März 2019 um 17:00 Uhr.

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