Russische Raketen vom Typ S-400 während einer Militärparade in Moskau | Bildquelle: AFP

Raketenkauf in Russland USA erhöhen Druck auf Türkei

Stand: 11.06.2019 16:54 Uhr

Dass die Türkei von Russland Abwehrraketen kaufen will, sorgt bei deren NATO-Partnern schon länger für Ärger - allen voran in den USA. Die erhöhen nun den Druck und fahren die militärische Zusammenarbeit zurück.

Im Streit um die geplante Lieferung russischer Raketen an die Türkei erhöhen die USA den Druck auf den NATO-Partner. Ab sofort würden keine weiteren türkischen Piloten mehr an F-35 Kampfjets ausgebildet, sagte ein Sprecher des US-Verteidigungsministeriums. Das bereits laufende Training von Piloten im Bundesstaat Arizona werde damit schneller als geplant eingestellt.

Der amtierende US-Verteidigungsminister Patrick Shanahan hatte vor wenigen Tagen gesagt, die Ausbildung der türkischen Piloten in den USA solle erst Ende Juli gestoppt werden. Außerdem droht die US-Regierung mit einem Lieferstopp von F-35-Kampfjets, sollte die Türkei nicht auf den Kauf der russischen Raketen verzichten.

USA wollen Patriot-System verkaufen

Die Türkei hat in Russland S-400 Luftabwehrraketen bestellt. Aus dem Kreml hieß es, sie sollen bereits im Juli geliefert werden.

Der S-400-Deal zwischen dem NATO-Land Türkei und Russland sorgt bereits seit Monaten für Ärger. Die USA und andere NATO-Mitgliedstaaten befürchten, Russland könnte über das S-400-System Informationen zu NATO-Flugzeugen erlangen. Die Regierung in Washington will, dass die Türkei statt der S-400-Raketen das US-Patriot-System erwirbt.

Türkei reagiert verhalten auf US-Ultimatum wegen russischen Raketensystems
Michael Lehmann, ARD Athen
11.06.2019 17:30 Uhr

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Über dieses Thema berichtete NDR Info am 12. Juni 2019 um 11:45 Uhr.

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