Elektroautos des Typs BYD e6 stehen aufgereiht im Hafen in Shenzhen City. | picture alliance/dpa/HPIC

Erfolg der Elektro-Pkw China holt bei Auto-Exporten auf

Stand: 16.01.2023 15:34 Uhr

Nach offiziellen Zahlen lag China mit der Zahl exportierter Pkw im vergangenen Jahr nur noch knapp hinter Deutschland. Chinesische E-Autos spielen eine zunehmende Rolle auf dem Weltmarkt.

Von Eva Lamby-Schmitt, ARD-Studio Shanghai

Insgesamt 2,53 Millionen Pkw sind nach Angaben des chinesischen Autoverbands CAAM im vergangenen Jahr ins Ausland verkauft worden. Das sind knapp 57 Prozent mehr als im Vorjahr. China holt damit auf und verringert den Abstand zu Deutschland, dem zweitgrößten Autoexporteur der Welt hinter Japan.

Eva Lamby-Schmitt ARD-Studio Shanghai

Steigerung von 120 Prozent - Zahlen nicht direkt vergleichbar

Der deutsche Verband der Automobilindustrie (VDA) meldet für das vergangene Jahr 2,61 Millionen exportierte Pkw aus Deutschland. Das sind zehn Prozent mehr als im Vorjahr. Der Lobby-Verband merkt an, dass in China bei den exportierten Pkw noch Spezialfahrzeuge zugerechnet werden, die in Deutschland so nicht ausgewiesen werden. Die Zahlen seien nicht direkt miteinander vergleichbar.

Der Zuwachs chinesischer Exporte ist den Angaben des staatlichen Autoverbands besonders bei den Elektrofahrzeugen deutlich: Hier habe es eine Steigerung um 120 Prozent auf 679.000 Autos gegeben. Elektrofahrzeuge sind in China, dem größten Automarkt der Welt, zu einem bedeutenden Faktor geworden. Ausländische Automarken bekommen dort zunehmend Konkurrenz durch einheimische Marken wie BYD, Xpeng und Nio.

Deutsche Hersteller tun sich in China schwer

Auch deutsche Autohersteller haben es auf dem für sie wichtigen Absatzmarkt China zunehmend schwer. Im vergangenen Jahr haben sie in China eigenen Angaben zufolge weniger Autos verkauft als 2021. Der Marktanteil von Volkswagen in China schrumpfte zum Beispiel von 17,5 auf 14,1 Prozent, bei BMW ging es runter von 4,6 auf 3,5 Prozent und bei Mercedes von 4,1 auf 3,4 Prozent.

Auch der US-Elektroautohersteller Tesla meldete zuletzt Probleme beim Absatz in China und senkte erneut die Preise. Für das Model 3 und das Model Y verlangen die Amerikaner über zehn Prozent weniger als zuletzt, teilte das Unternehmen Anfang Januar mit. Im Dezember war der Absatz der in China hergestellten Teslas um 44 Prozent gesunken und damit so niedrig wie seit fünf Monaten nicht mehr.