Der Volkswagen-Konzern in Wolfsburg | Bildquelle: AP

Sonderprüfer untersucht Dieselaffäre VW scheitert vor Verfassungsgericht

Stand: 29.12.2017 16:17 Uhr

Per einstweiliger Verfügung wollte VW verhindern, dass ein Sonderprüfer die Dieselaffäre untersucht. Doch beim Bundesverfassungsgericht blitzte der Autobauer ab. Damit darf ein Düsseldorfer Wirtschaftsprüfer nun die Dieselaffäre untersuchen.

Von Peter Hornung, NDR

Der Volkswagen-Konzern ist mit seinem Versuch gescheitert, die Einsetzung eines Sonderprüfers in der Dieselaffäre zu verhindern. Das Bundesverfassungsgericht lehnte es ab, eine einstweilige Verfügung im Sinne von VW zu erlassen. Damit kann der Sonderprüfer, ein Wirtschaftsprüfer aus Düsseldorf, in Kürze seine Arbeit aufnehmen. Er soll im Auftrag von Aktionären klären, ob Vorstand oder Aufsichtsrat von Volkswagen im Zusammenhang mit der Dieselaffäre ihre Pflichten verletzt haben.

VW sieht Grundrechte verletzt

Über eine Verfassungsbeschwerde von Volkswagen gegen diese Sonderprüfung hat Karlsruhe noch nicht entschieden, diese hat jedoch keine aufschiebende Wirkung. Volkswagen hatte beim Verfassungsgericht nach Informationen von NDR, WDR und "SZ" vorgetragen, die Sonderprüfung verletze eine Reihe seiner Grundrechte - etwa die Berufsfreiheit.

Erkenntnisse aus der Prüfung könnten VW in weltweit Tausenden Prozessen schaden, in denen Anleger und Autobesitzer bis zu neun Milliarden Euro forderten. Das Karlsruher Gericht ließ sich von diesen Argumenten aber nicht überzeugen.

VW scheitert mit Eilantrag in Karlsruhe
Peter Hornung, NDR
29.12.2017 16:12 Uhr

Download der Audiodatei

Wir bieten dieses Audio in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Audiodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Über dieses Thema berichteten am 29. Dezember 2017 NDR Info ab 13:00 Uhr im "Mittagsecho" sowie um 14:15 Uhr in den Nachrichten und die tagesschau um 14:50 Uhr.

Darstellung: