Volkswagen-Konzernchef Herbert Diess (l.) und Ford-Chef Jim Hackett sitzen in einem Elektrofahrzeug. | Bildquelle: AFP

Allianz von Ford und VW Gemeinsam in die Auto-Zukunft

Stand: 12.07.2019 18:24 Uhr

Volkswagen und der US-Autokonzern Ford setzen bei ihrer Allianz auf selbstfahrende Autos und Elektrofahrzeuge. Sie wollen sich die Kosten für Neuentwicklungen teilen und Synergien nutzen.

Von Peter Mücke, ARD-Studio New York

Der Schritt kommt nicht ganz überraschend: Bereits Anfang des Jahres hatten VW und Ford bei der Detroiter Automesse eine Zusammenarbeit bei der Entwicklung von Transportern und Pick-Up-Trucks bekannt gegeben und weitere Kooperationen in Aussicht gestellt.

Heute dann der Vollzug. Kern der Vereinbarung ist es, dass VW insgesamt 2,6 Milliarden Dollar in die Ford-Tochter Argo investiert. "In den vergangenen Monaten haben wir alle Optionen geprüft. In der Zusammenarbeit mit Argo haben wir die beste Lösung gefunden, beim autonomen Fahren voranzukommen", sagte Volkswagen-Konzernchef Herbert Diess.

VW und Ford weiten Zusammenarbeit aus
tagesschau 20:00 Uhr, 12.07.2019, Martina Thorausch, NDR

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Einsparungen in dreistelliger Millionenhöhe

Dadurch sollen allein bei Volkswagen Entwicklungskosten in hoher dreistelliger Millionenhöhe eingespart werden. Diess verspricht, aufs Tempo drücken zu wollen: "Anfang der 2020er-Jahre wollen wir den ersten selbstfahrenden VW auf den Markt bringen."

Diess wirkte erleichtert, als er mit Ford-Chef Jim Hackett in New York die Zusammenarbeit verkündete. Die VW-Sparte für autonomes Fahren, die Audi-Tochter AID, soll bei Argo integriert werden. "Aus unserer Sicht eine Win-Win-Situation", sagte Diess. Künftig sollen die besten Software- und Harware-Experten zusammenarbeiten, um ein sicheres und auch nutzbares selbstfahrendes Fahrzeug auf die Straße zu bringen.

Jim Hackett (r), Vorstandsvorsitzender von Ford und Herbert Diess, Vorstandsvorsitzender von VW bei einem gemeinsamen Gang über die Automesse in Detroit. | Bildquelle: dpa
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Jim Hackett (r), Vorstandsvorsitzender von Ford und Herbert Diess, Vorstandsvorsitzender von VW bei einem gemeinsamen Gang über die Automesse in Detroit.

Einstieg in damaliges Startup Argo

Vor zwei Jahren war der zweitgrößte amerikanische Autobauer Ford bei Argo eingestiegen, einem damals kleinen Startup aus dem Robotik-Bereich. Offenbar ein gutes Investment: Denn Ford ist seitdem im Bereich autonomes Fahren auf Augenhöhe mit den Konkurrenten aus dem Silicon Valley.

Ganz anders sieht es bei den Amerikanern im Bereich Elektro-Autos aus. Hier will Ford jetzt vom Vorsprung bei Volkswagen profitieren, sagt Unternehmenschef Hackett. Er sei stolz darauf, dass das Unternehmen als erstes den modularer E-Antriebs-Baukasten - kurz MEB - von VW nutzen könne. "Wir werden damit in Köln unser erstes Null-Emissions-Fahrzeug für Europa entwickeln und bis 2023 auf den Markt bringen."

Sanierung des Europageschäfts

Ford hat derzeit mit der Sanierung des kriselnden Europageschäfts alle Hände voll zu tun. Mit der Zusammenarbeit mit VW im Bereich Elektro-Auto wollen die Amerikaner vor allem die strengeren Abgas-Vorgaben für ihre Flotte in der EU erfüllen. Sonst drohen Strafzahlungen.

Aber auch VW erhofft sich von der Nutzung des Elektrobaukastens MEB durch Ford Vorteile bei Einkauf und Entwicklung. Je mehr Fahrzeuge auf der Plattform entstehen, umso günstiger können sie werden.

E-Auto und autonomes Fahren - VW und Ford bauen Kooperation aus
Peter Mücke, ARD New York
12.07.2019 17:38 Uhr

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 12. Juli 2019 um 17:00 Uhr.

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