Yanis Varoufakis

Griechenlands Finanzminister in Frankfurt Varoufakis buhlt um die EZB

Stand: 04.02.2015 12:47 Uhr

Griechenlands Finanzminister Varoufakis hat sich nach einem Treffen mit EZB-Chef Draghi optimistisch gezeigt. Er gehe davon aus, dass die Gespräche mit den internationalen Geldgebern bald abgeschlossen würden. Doch die EZB sperrt sich offenbar gegen seine Pläne.

Im Kampf gegen die Schuldenkrise seines Landes hat der griechische Finanzminister Yanis Varoufakis bei der Europäischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt für seinen Kurs geworben. Nach einem Gespräch mit EZB-Präsident Mario Draghi zeigte er sich zuversichtlich: "Ich habe keine Zweifel, dass wir die Diskussionen mit unseren europäischen Partnern sowie mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) und der EZB in einem sehr kurzen Zeitraum abschließen können, sodass wir die griechische Wirtschaft zum Starten bringen können."

Die Aufnahme immer neuer Kredite, "die wir nie zurückzahlen können", komme für ihn allerdings nicht infrage. "Griechenland wird - abzüglich der Zinsausgaben - nie wieder ein Haushaltsdefizit vorlegen", sagte Varoufakis.

Er habe Draghi allerdings auch dargelegt, dass es mit der neuen griechischen Regierung "kein 'Business as usual'" geben könne. "Das gilt auch für das EU-Programm, das die Krise in unserem Land befeuert und eine schwere humanitäre Krise verursacht hat", ergänzte Varoufakis. Draghi äußerte sich bislang nicht.

EZB offenbar gegen längere Laufzeiten

Aus Notenbankkreisen verlautete, dass die EZB die bisherigen Vorschläge Griechenlands im Kampf gegen die Schuldenlast ablehnt. So ist die EZB dem Vernehmen nach nicht bereit, die Laufzeiten griechischer Kredite zu verlängern.

Zudem will die Notenbank die gegenwärtige Obergrenze von 15 Milliarden Euro für die Ausgabe von kurzfristigen Geldmarktpapieren ("T-Bills") nicht - wie von der griechischen Regierung gefordert - um zehn Milliarden Euro erhöhen. Damit will sich die Regierung um Ministerpräsident Alexis Tsipras für einige Monate finanzieren, bis eine umfassende Regelung mit den Schuldnern des Landes verhandelt ist.

Die EU-Partner und der Internationale Währungsfonds retteten Griechenland seit dem Jahr 2010 über zwei Hilfsprogramme im Volumen von 240 Milliarden Euro vor dem Bankrott. Das zweite Hilfsprogramm läuft Ende Februar aus.

Auch Tsipras ist heute zu Beratungen in Brüssel. Er führt Gespräche mit EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker.

Tsipras und Varoufakis auf Werbetour in der EU
tagesschau 17:00 Uhr, 04.02.2015, Mathias Werth, ARD Paris

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Darstellung: