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E-Bike-Hersteller Investoren setzen auf VanMoof

Stand: 01.09.2021 11:08 Uhr

Der niederländische E-Bike-Hersteller VanMoof hat von Finanzinvestoren 128 Millionen Dollar erhalten. Damit ist das Unternehmen nach eigenen Angaben das am besten finanzierte Unternehmen der ohnehin erfolgsverwöhnten Branche.

Der niederländische E-Bike-Hersteller VanMoof ist nach eigenen Angaben nun das am besten mit Finanzmitteln ausgestattete Unternehmen der Branche. Grund sind hohe Investitionen von Finanzinvestoren.

Die Finanzierungsrunde werde vom Kapitalgeber Hillhouse Capital aus Hongkong angeführt, teilte das von den Brüdern Taco und Ties Carlier 2009 gegründete Start-up mit. Mit dem frischen Kapital will das Unternehmen seine Produktion ausbauen, neue Technologien entwickeln und bis zum Ende des laufenden Jahres in 50 Städte weltweit expandieren.

E-Bikes boomen

VanMoof ist Teil einer extrem wachstumsstarken Branche. Insbesondere die Corona-Krise hat dem Fahrrad zu einem Boom verholfen. Zu Beginn der Pandemie kletterte der Fahrradabsatz so stark wie seit der Ölkrise in den 70er Jahren nicht mehr. Immer häufiger greifen die Käufer dabei zu Elektrofahrrädern, die bis zu einer elektrisch unterstützten Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h von einer Versicherungspflicht befreit sind.

Allein in Deutschland stieg der Verkauf von E-Bikes laut Zweirad-Industrie-Verband im ersten Halbjahr um rund neun Prozent auf 1,2 Millionen Räder. Damit deutet sich ein weiteres Rekordjahr an. Wurden im Jahr 2010 gerade einmal 200.000 der hochpreisigen Vehikel verkauft, waren es im vergangenen Jahr fast zwei Millionen.

Hart umkämpfter Markt

Der Markt für Fahrräder mit zusätzlichem Elektromotor ist wachstumsstark, aber auch hart umkämpft. Auf der einen Seite gibt es die klassischen Fahrradhersteller, die sowohl normale Fahrräder als auch E-Bikes anbieten. Auf der anderen Seite stehen die spezialisierten Firmen, die ausschließlich Elektrofahrräder anbieten, wie beispielsweise VanMoof. Diese reklamiert für sich, über 80 Prozent der Komponenten seiner Modelle selbst zu entwickeln und herzustellen. Die Modelle des Unternehmens sind dabei auf den ersten Blick nicht als E-Bikes zu erkennen, da sich der Akku unsichtbar im Rahmen des Fahrrads befindet. Daneben setzt das Unternehmen auf umfangreiche Software-Steuerung mit Hilfe einer App und ein integriertes Diebstahlschutzsystem.

Als große Konkurrenten dürfen dabei der belgische Hersteller Cowboy und insbesondere auch Ampler aus Estland gelten. Diese setzen ebenso wie VanMoof auf einen Direktvertrieb ihrer Fahrräder.

Über dieses Thema berichtete rbb24 am 30. August 2021 um 21:45 Uhr.