Fensterputzer auf einem Glasdach in Dresden | Bildquelle: dpa

Tarifabschluss Mindestlohn für Gebäudereiniger steigt

Stand: 04.11.2020 07:24 Uhr

Die 700.000 Gebäudereiniger in Deutschland erhalten mehr Geld. Arbeitgeber und Gewerkschaft einigten sich auf einen Tarifabschluss, der eine Anhebung des Branchen-Mindestlohns in mehreren Stufen vorsieht.

Arbeitgeber und die Gewerkschaft IG BAU haben sich in der Nacht auf einen neuen Tarifvertrag für die etwa 700.000 Gebäudereiniger in Deutschland geeinigt. Der Mindestlohn in der Branche werde in drei Stufen um insgesamt elf Prozent steigen, teilte die Gewerkschaft mit. Bis 2023 steige der Einstiegsverdienst dann auf zwölf Euro. Aktuell liegt er bei 10,80 Euro.

Gewerkschaft spricht von "kräftigem Plus"

Drei Viertel aller Gebäudereiniger arbeiten nach Angaben der IG BAU für den Mindestlohn der Branche. Für sie bedeute die Einigung ein "kräftiges Plus" und einen "großen Schritt heraus aus dem Niedriglohnsektor", sagte die Verhandlungsführerin Ulrike Laux.

Die IG BAU hatte in den Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der größten deutschen Handwerksbranche die Erhöhung der Mindestlöhne um 1,20 Euro pro Stunde sowie den Einstieg in ein Weihnachtsgeld verlangt. Der Bundesinnungsverband des Gebäudereiniger-Handwerks hatte die Forderungen als "vollkommen realitätsfern" abgelehnt.

Über dieses Thema berichtete NDR2 am 04. November 2020 um 13:00 Uhr.

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