Eine SMS-Nachricht auf einem Mobiltelefon | Bildquelle: dpa

Bundesnetzagentur Deutsche "simsen" immer weniger

Stand: 06.05.2018 14:03 Uhr

Die erste SMS wurde vor gut 25 Jahren verschickt - heute ist sie ein Auslaufmodell. Die meisten Menschen nutzen längst Messengerdienste wie WhatsApp - und treiben die mobile Datennutzung in die Höhe.

Die Menschen in Deutschland "simsen" immer weniger. Im vergangenen Jahren wurden laut Bundesnetzagentur nur noch gut zehn Milliarden Kurzmitteilungen per SMS verschickt. Im Schnitt waren es pro SIM-Karte und Monat nur noch knapp sieben Mitteilungen. Auf dem Höhepunkt der SMS-Ära im Jahr 2012 waren insgesamt noch fast 60 Milliarden Kurzmitteilungen verschickt worden.

Auf dem Display eines Smartphones werden die Symbole der Apps "WhatsApp" und "Nachrichten" angezeigt | Bildquelle: dpa
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Die weltweit erste SMS wurde 1992 verschickt. Heute nutzen immer mehr Menschen Dienste wie "WhatsApp".

Messengerdienste haben der SMS den Rang abgelaufen - vor allem WhatsApp, das zum Facebook-Konzern gehört, und iMessage von Apple. Die mobile Datennutzung legte kräftig zu: Im vergangenen Jahr wurden rund 1,4 Milliarden Gigabyte an Daten über die Mobilfunknetze übertragen. Das waren 52 Prozent mehr als im Jahr 2016 - eine Folge der steigenden Verbreitung von Smartphones.

Gleichzeitig wird immer weniger über das Festnetz telefoniert. Im vergangenen Jahr waren es laut Bundesnetzagentur noch etwa 120 Milliarden Gesprächsminuten. Seit 2013 hat sich das Gesprächsvolumen über Festnetzanschlüsse um knapp ein Viertel verringert. Mobil wurden 2017 rund 115 Milliarden Minuten im Inland telefoniert - etwa so viel wie in den beiden Jahren zuvor.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 06. Mai 2018 um 12:00 Uhr.

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